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Im Rhein-Kreis Neuss bleiben die alten Auto-Kennzeichen in der Garage

Zwei Autokennzeichen

Im Rhein-Kreis Neuss bleibt es beim Auto-Kennzeichen "NE". Ein Antrag, das "GV" wieder einzuführen, wird nicht gestellt

Straßenverkehr |

Das alte Auto-Kennzeichen "GV" wie Grevenbroich wird auf den Straßen des Rhein-Kreises Neuss keine Renaissance feiern. "Der Verwaltungsaufwand würde steigen", begründete Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Ablehnung, die der Kreisausschuss zustimmend zur Kenntnis nahm. Zuvor hatte bereits der Deutsche Landkreistag angesichts der Debatte vor einer "nostalgischen Kleinstaaterei" gewarnt. "Eine Rückkehr in die Zeit vor den Gebietsreformen der letzten Jahrzehnte bedeutete mehr Bürokratie", hieß es dort.

Auf Bitte der Verkehrsministerkonferenz der Länder hatte das zuständige Bundesministerium eine Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung vorbereitet, mit der ermöglicht werden soll, dass die so genannten auslaufenden Unterscheidungszeichen wieder zugeteilt werden dürfen. Im Rhein-Kreis Neuss beträfe dies das "GV"-Kennzeichen. Politik und Verwaltung können sich mit dem Vorhaben aber aus verschiedenen Gründen nicht anfreunden.

"Zum einen müssten konsequenterweise alle Teile des ehemaligen Kreises Grevenbroich erfasst werden. Dazu gehörten etwa Wickrath, das heute zu Mönchengladbach gehört, sowie Titz und Jackerath, die inzwischen im Kreis Düren liegen", so Landrat Petrauschke. Zum anderen müssten auch andere Kennzeichen wie "KK" für Krefeld-Kempen, zu dem einst Meerbusch gehörte, im Rhein-Kreis Neuss gültig werden. "Im Übrigen sollen Alt-Kennzeichen innerhalb des gesamten Kreisgebiets gelten, also auch in den Teilen, in denen Einwohner für ihre Fahrzeuge niemals zuvor ein 'GV' bekommen haben. Ein 'GV'-Kennzeichen würde daher auch nicht die Identifikation des Autobesitzers mit der Stadt Grevenbroich stärken", heißt es.

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