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Im ersten "Fairtrade-Kreis" werfen die Jecken fair gehandelte Kamelle unters Volk

Verkleidete Personen

Nüsser hant Kamelle-FAIRStand

Fairtrade |

Im Rhein-Kreis Neuss, dem ersten "Fairtrade-Kreis" in Deutschland, haben die Narren nicht nur gute Laune, sondern auch Verantwortungsgefühl. In der bald beginnenden "fünften Jahreszeit" werfen die Jecken im Rahmen des Neusser Kappessonntagszugs wieder ganz besondere Süßigkeiten unters Volk: Die Kamelle kommen direkt von den Herstellern, werden fair gehandelt und stammen zum größten Teil aus biologischem Anbau. Außerdem sind sie "wurftauglich" und möglichst umweltschonend verpackt.

In der Stadt Neuss, der "Hauptstadt des Fairen Handels", die zugleich eine der ersten "Fairtrade Towns" in Deutschland war, sieht sich auch der Karnevalsausschuss in der moralischen Verpflichtung, "das Bestreben nach sozialer Gerechtigkeit im Welthandel und nach kulturellem Austausch zu fördern". Zusammen mit dem Karnevalsausschuss hat die Neusser Eine-Welt-Initiative (NEWI) jetzt die "Nüsser Kamelle-Büggel" entworfen und in Stoff umgesetzt.

"Innerhalb kürzester Zeit hatte der Karnevalsausschuss viele Bestellungen aus den Reihen der Vereine vorliegen", freute sich NEWI-Regionalkoordinatorin Gisela Welbers bei der Übergabe der ersten "Kamelle-Büggel" an Prinz Christian I. und den stellvertretenden Neusser Bürgermeister Thomas Nickel im Café Flair. Nickel lobte den vorbildlichen Einsatz des Karnevalsausschusses und der NEWI für den Fairen Handel in der Stadt Neuss.

Bereits in der Session 2010/2011 konnte der Karnevalsausschuss alle Mitglieder und das Prinzenpaar gewinnen, einen Teil ihres Wurfmaterials mit fair gehandelten Süßigkeiten zu bestücken. "Sie bieten eine verantwortungsbewusste und öffentlichkeitswirksame Alternative zum normalen Wurfmaterial", heißt es. Für den Neusser Karneval ist HIT-Markt-Geschäftsführer Andreas Stuhlmüller, auch zweiter Vorsitzender der Gesellschaft "Blauen Funken", für den Einkauf tätig.

Der Karnevalsausschuss, und hier besonders die beiden "Väter" der Idee, Jakob Beyen und Reiner Franzen, wollen fair gehandelte Produkte fest in der heimischen Narretei verankern. Dazu ist das Gremium auch Mitglied der NEWI unter Leitung von Dr. Alfred Raible und Christine Zenke geworden. Der Karnevalsausschuss möchte mit dieser Initiative der erste jecke Dachverband in Deutschland werden, der "faire" Kamelle während seines Umzugs gesellschaftsfähig macht.

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