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Arbeitskreis Inklusion befasste sich mit Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung

Menschen in einem Sitzungssaal

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eröffnet die Sitzung des Arbeitskreises Inklusion.

Soziales |

Jeder Mensch hat ein Recht darauf, ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein. So steht es in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die seit 2009 auch in Deutschland gilt. Auch auf Kreisebene werden die Weichen für die Entwicklung entsprechender Teilhabepläne gestellt. So kam jetzt im Kreishaus Grevenbroich der Arbeitskreis Inklusion zu seiner zweiten Sitzung zusammen.

Im März 2010 hatte der Kreistag beschlossen, sich intensiv mit dem Thema Inklusion zu befassen und dazu unter anderem den Arbeitskreis gebildet, der sich aus Vertretern des Kreistags, der Kreisverwaltung, der Städte und Gemeinden, der Schulaufsicht und anderen Beteiligten wie zum Beispiel Elterninitiativen zusammensetzt. Nachdem in der konstituierenden Sitzung das Thema Bildung im Vordergrund gestanden hat, befassten sich die Arbeitkreismitglieder nun mit dem "Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung".

"Möglichst alle Menschen ins gesellschaftliche Leben zu integrieren, gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer von Verständnis und gegenseitigem Respekt getragenen Gemeinschaft", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in seiner Begrüßungsrede. Mit Blick auf den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung bedürfe es gezielter Anstrengungen, Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, eine ihren Möglichkeiten entsprechende Arbeitsleistung zu erbringen. Ein wichtiger Ansprechpartner sei hierbei die Fürsorgestelle des Rhein-Kreises Neuss. Sie hat die Möglichkeit, sowohl schwerbehinderte Menschen als auch Arbeitgeber beratend und finanziell bei der Ausgestaltung von Arbeitsplätzen zu unterstützen.

Die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Menschen mit Behinderung, so Petrauschke weiter, verlange aber auch nach geschützten Bereichen, in denen die Betroffenen vor Überforderung bewahrt werden können. Dies bedeute, dass es auch künftig Einrichtungen wie Förderschulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung geben müsse. "Wichtig ist der optimale Förderort und auch ein Wahlrecht der Eltern", betonte der Landrat.

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