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Unternehmerreise nach Rumänien ermöglichte interessante Kontakte

Menschen in einem Raum

Landratsvertreter Jürgen Steinmetz ließ sich in der Firma Elektromagnetica in Bukarest über den Stand der Technik informieren

Wirtschaft |

Rumänien bietet der regionalen Exportwirtschaft etliche Chancen. Diese Bilanz zogen die 15 Teilnehmer einer viertägigen Unternehmerreise, die der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein ausgerichtet hat. Sie besichtigten unter anderem die rumänischen Standorte der Firma Miele und des Airbus-Bauers EADS und knüpften interessante Kontakte zur örtlichen Wirtschaft.

"Natürlich gibt es in Rumänien auch Probleme, zum Beispiel Bürokratie, Korruption und eine Infrastruktur, die noch lange nicht EU-Niveau hat. Aber die Chancen überwiegen", so Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats und Wirtschaftsdezernent des Rhein-Kreises Neuss. Auch IHK-Geschäftsführer Roland Meißner, der die Gruppe ebenso begleitet hat, konzentriert sich auf die positiven Aspekte und erinnert an die niedrigen Arbeitskosten. Das Land sei nur zwei Flugstunden entfernt, habe aber Löhne wie China.

Die Teilnehmer der Unternehmerreise waren vom deutschen Botschafter Andreas von Mettenheim über die wirtschaftliche Lage in Rumänien informiert worden. Das Land, das seit 2007 zur EU gehört, verzeichnet ein jährliches Wirtschaftswachstum von rund sieben Prozent. Etwa 1000 deutsche Unternehmen haben sich dort bereits angesiedelt und belegen in der Rangliste der ausländischen Investoren Platz drei hinter den Niederlanden und Österreich.

"Deutschland ist in Rumänien beliebt und hat ein gutes Image. Diesen Vorteil können unsere Unternehmen nutzen. Vor allem in den Bereichen Konsumgüter, Infrastruktur, Umweltschutz und Abfallentsorgung hat das Land noch Nachholbedarf", so Steinmetz nach der Reise. Die ökonomische Entwicklung ist allerdings keine Einbahnstraße. Im IHK-Kammerbezirk am mittleren Niederrhein gibt es mittlerweile 131 rumänische Firmen, die ihren Beitrag dazu leisten. Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Rumänien erreichte zuletzt einen Umsatz von 14 Milliarden Euro.

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