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Neujahrspressegespräch mit Landrat und Vertreter: Rhein-Kreis Neuss ist eine Region der Chancen

Zwei Personen mit einem Schiffsteuerrad

Wollen den Rhein-Kreis auch 2012 auf Erfolgskurs halten

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"Unserer Heimat geht es gut, auch wenn dieses Jahr schwieriger wird als das vergangene." Mit dieser positiven Bestandsaufnahme eröffneten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und sein Allgemeiner Vertreter, Jürgen Steinmetz, im Technologiezentrum Glehn ihren Ausblick auf das neue Jahr. Beim Pressefrühstück mit fair-gehandelten Produkten betonten sie, dass die Menschen im Rhein-Kreis Neuss Grund zur Zuversicht haben. Denn im Rhein-Kreis Neuss gibt es so wenig Arbeitslose wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen ist auf Rekordniveau und in den vergangenen fünf Jahren um 8 000 auf 128 000 gestiegen. Als "Region der Chancen" bezeichnete Petrauschke den Rhein-Kreis Neuss.

"Unser oberstes Ziel für die Menschen in unserer Heimat bleibt, die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und neue Beschäftigungschancen zu schaffen", sagte Petrauschke. Eng verbunden mit dem Thema Beschäftigungsförderung sind die von Hartz VI betroffenen Menschen - im Rhein-Kreis Neuss sind es rund 15 000 so genannte Bedarfgemeinschaften, also rund 30 000 Menschen. "Wir dürfen keinen der von Hartz IV Betroffenen aufgeben, sondern müssen zusammen mit dem Jobcenter, den Wohlfahrtsverbänden, Sozialeinrichtungen und unseren Kommunen versuchen, weiter Beschäftigungs- und Bildungsangebote zu unterbreiten", so Petrauschke.

Dass der Rhein-Kreis Neuss ein sozialer Kreis sei, werde auch daran deutlich, dass mehr als 60 Prozent des Gesamthaushalts von 384,5 Millionen Euro in den Sozialbereich gingen. "Hier dürften die Kreise, Städte und Gemeinden aber nicht zum Ausfallbürgen für fehlende Bundes- und Landesmittel gemacht werden", forderte der Landrat. Mit der stetig wachsenden Kostenlast insbesondere bei den Sozialleistungen sei die kommunale Familie allein überfordert.

"Vor dem Hintergrund leerer kommunaler Kassen müssen wir mehr Gemeinsinn in der Krise zeigen und den vielen Worten endlich auch Taten folgen lassen", sagte Petrauschke mit Blick auf die regionale und interkommunale Zusammenarbeit. Hier könnten die Kosten gesenkt und die Qualität der Leistungen auf Dauer gesteigert werden. "Eine erfolgreiche Zukunft ist nur möglich, wenn man alle Synergieeffekte nutzt", hieß es.

Landrat Petrauschke sprach auch das Thema "Sicherheit" an: "Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit. Unser Ziel ist klar definiert – wir wollen Sicherheit vor Ort für unsere Bürgerinnen und Bürger." Dafür stehe auch, dass der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit den Kreisen Mettmann und Viersen sowie Düsseldorf und Mönchengladbach Vorreiter beim Digitalfunk sei, dessen Erprobung hier gerade gestartet ist.

Jürgen Steinmetz berichtete von erfolgreichen Investitionen und Ansiedlungen im Rhein-Kreis Neuss. "Dass wir beim bundesweiten Landkreis-Test von ,Focus money’ bei der Bruttowertschöpfung unter die Top 10 gekommen sind, macht deutlich, dass der Rhein-Kreis Neuss auf einem guten Weg ist", so der Landratsvertreter. Neben dem Food- und Agrobusiness solle der Logistik ein verstärktes Augenmerk gewidmet werden, was auch die Teilnahme an der Logistik-Messe in Schanghai Mitte 2012 unterstreiche. Steinmetz setzt außerdem auf die neuen Medien. Ein Rhein-Kreis-Neuss-App für Smartphones ist ebenso geplant wie ein E-Shop für Produkte aus den Kreishäusern, wo WLAN-Hotspots für Internet-Nutzer eingerichtet werden.

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