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Naturkundler aus Berufung: Rheinlandtaler für Michael Stevens

Soziales |

Am Donnerstag, den 25.10.2012, wurde im Ratssaal auf Schloss Neersen der Rheinlandtaler an Michael Stevens (46) überreicht. Er ist Diplombiologe und hauptberuflich Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des Hauses der Natur, der Biologischen Station im Rhein-Kreis Neuss e.V. Michael Stevens wurde mit dieser besonderen Auszeichnung geehrt, da er sich neben seiner hauptamtliche Tätigkeit im Kreis Neuss in erheblichem Umfang ehrenamtlich in seinem Heimatkreis Viesrsen auf dem Gebiet der Naturkunde, des Naturschutzes und der Landespflege engagiert hat. Seit 1976 wird der Rheinlandtaler an Personen verliehen, die sich ehrenamtlich in besonderer Weise um die Rheinische Kulturlandschaft verdient gemacht haben.

Inspiriert durch seinen Patenonkel, den Wildmeister Josef Goris, kam er bereits als Kind mit der Jagd und der Natur in Berührung. Zunächst in dem Jagd-Revier des Prinzen zu Arentzberg auf Schloss Pesch und später im Westerwald lernte er unter Anleitung von Josef Goris die heimische Natur kennen. Bereits als Schüler untersuchte er die heimische Landschaft und beteiligte sich dreimal am Wettbewerb "Jugend forscht".

Seit dem Jahr 1984 veröffentlichte er naturkundliche Beiträge im Anrather Heimatbuch. Beispielsweise über Amphibien (Anrather Heimatbuch 1985), den Fischotter (Anrather Heimatbuch 1994) und den Wanderfalken (Anrather Heimatbuch 2011). Im Laufe der Zeit beschäftigte er sich mit unterschiedlichen Tiergruppen und beteiligte sich durch Daten-Lieferung bei der landesweiten Erfassung der Fische, Säugetiere, Heuschrecken, Libellen, Amphibien und Reptilien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Geschichte der naturkundlichen Erforschung des Niederrheins; über den "Botaniker des Niederrheins" Hans Höppner (Anrather Heimatbuch 2005) sowie über den Geologen und Landeskundler Albert Steeger (Anrather Heimatbuch 2008).

Der Bürgermeister der Stadt Willich, Josef Heyes, betonte anlässlich der Verleihung, dass Michael Stevens erst der dritte Rheinlandtaler-Preisträger in der Stadt Willich ist.

Der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Lorenz Bahr hob in seiner Laudatio hervor, dass der Preisträger seine Berufung auch zum Beruf gemacht habe. "Sie haben sich ehrenamtlich und unermüdlich für den Schutz unserer heimischen Tierarten und die Erhaltung der Kulturlandschaften im Rheinland eingesetzt". Luise Fruhen, die stellvertretende Landrätin des Kreises Viersen, hob hervor, dass er sein Wissen auch mit anderen Schülern und Jugendlichen geteilt hat: "Da, wo das Verstehen der Zusammenhänge wächst, wächst auch die Liebe zur Heimat."

In seinen Dankesworten plädierte Michael Stevens für die Wertschätzung der Artenkenntnis und die naturkundlichen Exkursionen als unverzichtbares Mittel zur Wissensvermittlung. Den ehrenamtlich tätigen Personen komme zurzeit eine besondere Bedeutung zu. Er warb dafür, dass die Artenkenntnis heimischer Pflanzen und Tiere wieder in den Schulen und Hochschulen vermittelt werden solle.

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