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Effizient und hochflexibel: BoA 2&3 leistet wichtigen Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz

Mit einem symbolischen Knopfdruck nahmen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Bundesumweltminister Peter Altmaier (5. v.r.) und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (2.v.r.) gemeinsam mit RWE-Chef Peter Terium (4. v.r.) und weiteren RWE-Vertretern das neue Kraftwerk offiziell in Betrieb

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In Grevenbroich-Neurath im Rhein-Kreis Neuss ist heute die BoA 2&3 offiziell in Betrieb gegangen. Mit einem Wirkungsgrad von 43 Prozent und großer Flexibilität ist die Doppelblockanlage mit einer Gesamtleistung von 2.200 Megawatt (MW) das modernste Braunkohlenkraftwerk weltweit. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Bundesumweltminister Peter Altmaier und RWE Vorstandsvorsitzender Peter Terium demonstrierten den mehr als 400 Gästen eindrucksvoll, wie flexibel die Anlage gefahren werden kann. Anders als sonst üblich gaben sie kein Startsignal, sondern den Befehl zu einer schnellen Absenkung der Stromerzeugung. Innerhalb von fünf Minuten wurde die Leistung eines Blocks um über 150 Megawatt reduziert - und anschließend genauso schnell wieder aufgebaut. So kann das Kraftwerk die schwankende Leistung von Wind und Sonne ausgleichen. Mit 2,6 Milliarden Euro ist es eine der größten Investitionen in der Geschichte von RWE."RWE tut genau das, was die Energiewende ausmacht: Wir investieren massiv in die erneuerbaren Energien und in die Verteilnetze. Wir tragen zur Verbesserung der Energieeffizienz bei und entwickeln Konzepte zur Netzeinbindung der Erneuerbaren. Und wir modernisieren unseren konventionellen Kraftwerkspark", betonte Peter Terium. Er ergänzte: "RWE treibt die Energiewende voran. BoA 2&3 ist ein wichtiger Baustein dieser Strategie. Denn moderne Kohle- und Gaskraftwerke sind unverzichtbar, weil sie anders als Wind und Sonne immer und flexibel produzieren können: Das macht sie zu einem Trumpf für die Energiewende.""Die im vergangenen Jahr beschlossene Energiewende stellt eine große gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar", sagte Ministerpräsidentin Kraft in Grevenbroich. "Damit sie gelingt, müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen: Bund, Länder und Kommunen, aber auch Energieversorger und Unternehmen." Sie betonte weiter: "Ziel ist eine vollständige Energieversorgung aus erneuerbaren Stromquellen. Auf dem Weg dorthin brauchen wir auch Strom aus fossil befeuerten Kraftwerken. Dazu gehören hoch effiziente Braunkohlekraftwerke. Aber die Verstromung der Braunkohle muss klimaschonender erfolgen.

Die Inbetriebnahme des Kraftwerks BoA 2&3 ist daher energiepolitisch der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch werden klimaschädliche Emissionen vermieden und gleichzeitig wird ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit geleistet." Bundesumweltminister Peter Altmaier hob hervor: "Das neue Kraftwerk ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass moderne Kohle- und Gaskraftwerke durch eine hohe Effizienz nicht nur bei der Verringerung von CO2-Emissionen helfen, sondern zugleich auch einen herausragenden Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten können."

Schon bei der Konzeption des Kraftwerks hat RWE besonderen Wert auf eine sehr kurze Reaktionszeit der Anlage gelegt. Jeder Block ist so konzipiert, dass er in 15 Minuten seine Leistung um gut 500 MW verändern kann; bei 1.000 MW insgesamt entspricht das der Leistung von mehr als 400 Windkraftanlagen. Und das mit einer Geschwindigkeit, die modernsten Gaskraftwerken in nichts nachsteht. BoA 2&3 reduziert bei gleicher Stromproduktion den CO2-Ausstoß jährlich um sechs Millionen Tonnen im Vergleich zu alten Anlagen. Diese Anlagen der 150 MW-Klasse sind zum Teil bereits außer Betrieb genommen oder werden bis Ende 2012 endgültig stillgelegt. BoA 2&3 kann pro Jahr rund 16 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren, das entspricht dem Bedarf von mehr als 3,4 Millionen Haushalten.

Auch darüber hinaus ist die neue Anlage ein Kraftwerk der Superlative: In der Bauzeit wurden 380.000 Kubikmeter Beton benötigt und 91.000 Tonnen Stahl verbaut. Die Länge der verlegten Kabel entspricht mit 2.500 Kilometern der Strecke Neurath - Moskau. In der Spitze waren bis zu 4.000 Menschen täglich auf der Baustelle; weit über 100.000 in der gesamten Bauzeit. "Dass diese Anlage jetzt am Netz ist, verdanken wir der außergewöhnlichen Leistung unseres hervorragenden Teams. Unser Dank und Respekt gilt allen, die hier mit vollem Engagement gearbeitet haben", hob Matthias Hartung, Geschäftsführer der RWE Technology, hervor. Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE Power, unterstrich den guten Dialogprozess während der gesamten Planungs- und Bauzeit: "Es ist positiv, dass wir BoA 2&3 im Einklang mit der Region realisieren konnten." Und weiter: "Wir haben Aufträge über mehr als eine Milliarde Euro an Unternehmen aus NRW vergeben, viele davon direkt ins Rheinische Revier. In der Betriebsphase wird BoA 2&3 insgesamt 3.000 Arbeitsplätze bei RWE und Zulieferern aus der Umgebung sichern. Das zeigt: Wir sind und bleiben ein verlässlicher Partner der Region."

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