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Kampf gegen hohe Grundwasserstände: Forschungsanlage hat Betrieb aufgenommen

Ein Gruppenfoto

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (2.v.r.) und Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky (r.) übergaben die wasserrechtliche Erlaubnis für die Kappung von Grundwasserspitzen an (v.l.) Korschenbroichs Bürgermeister Heinz-Josef Dick und Dr. Wulf Lindner vom Erftverbandsvorstand

Umwelt |

In Korschenbroich ist jetzt eine Versuchs- und Forschungsanlage im Kampf gegen hohe Grundwasserstände in Betrieb gegangen. Bei einem Informationstag erhielten die Besucher Erklärungen zur Technik der so genannten Düsensauginfiltration. Drei Jahre soll der Feldversuch auf einem Privatgrundstück laufen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.

Bereits seit Jahren arbeitet der Rhein-Kreis Neuss intensiv gemeinsam mit den kreis-angehörigen Städten an der Lösung des Grundwasserproblems, das viele Häuser bedroht. "Wir setzen mit dem Patchwork-Modell auf verschiedene Lösungswege", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke auf der Informationsveranstaltung in Korschenbroich. "Neben dieser Forschungsanlage ist einer der Bausteine die Inbetriebnahme einer Vielzahl von Brunnen." Im Beisein von Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky übergab der Landrat die wasserrechtliche Erlaubnis zur Kappung von Grundwasserspitzen an Korschenbroichs Bürgermeister Heinz-Josef Dick und Dr. Wulf Lindner vom Erftverbandsvorstand.

Da mit den Kappungsmaßnahmen nicht alle betroffenen Häuser erreicht werden, sind innovative technische Verfahren wie die Düsensauginfiltration gefragt. Kooperationspartner sind bei dem Feldlversuch in Korschenbroich die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Erftverband aquatec GmbH, die Hölscher Wasserbau GmbH aus dem Emsland sowie die Georg-August-Universität Göttingen. "Wenn dieser Versuch gelingt, bildet die Anlage einen weiteren wichtigen Baustein im Kampf gegen hohe Grundwasserstände", erläuterte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, "und das in einer energieeffizienten, Umwelt und Ressourcen schonenden Form."

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes Düsensauginfiltration sollen in Zukunft fortlaufend im Internet veröffentlicht werden. Die Internet-Adresse wird noch mitgeteilt.

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