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Kampf gegen hohe Grundwasserstände: Forschungsanlage geht in Betrieb

Ein Schild vor einem Haus

Das Schild zeigt’s schon an: In Korschenbroich geht eine Versuchs- und Forschungsanlage zur energieeffizienten sowie Umwelt und Ressourcen schonenden Grundwasserabsenkung in Betrieb

Umwelt |

In Korschenbroich geht eine Versuchs- und Forschungsanlage im Kampf gegen hohe Grundwasserstände in Betrieb. Der Rhein-Kreis Neuss arbeitet seit Jahren intensiv an der Lösung des Problems, das viele Häuser bedroht. Neben bautechnischen Maßnahmen sind dabei auch innovative hydraulische Verfahren von hohem Interesse. Ein solches Verfahren ist die nach ihrem Erfinder benannte "Düsensaug­infiltration Werner Wils".

Auf dem Grundstück An der Insel 20 wurde eine solche Anlage zur energieeffizienten sowie Umwelt und Ressourcen schonenden Grundwasserabsenkung installiert. Gestartet wird sie am Samstag, 26. November, um 10:30 Uhr. Ein Informationstag bildet den Rahmen dazu. Die Besucher bekommen Erläuterungen über die Technik und die begleitenden Grundwasserstandsmessungen. Auch eine Besichtigung ist möglich. Darüber hinaus steht ein Team von Fachleuten zur Beantwortung noch offener Fragen zur Verfügung.

Seit Vorlage des Abschlussberichts der Arbeitsgruppe "Grundwasser" der Kreisgrundwasserkommission im Jahr 2005 setzt der Rhein-Kreis Neuss auf verschiedene Bausteine ("Patchwork-Lösung"), um den Schwierigkeiten Herr zu werden. Gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Hölscher Wasserbau GmbH, der Georg-August-Universität Göttingen, dem Grundstückseigentümer Oliver Kels sowie der Erftverband aquatec GmbH ist es ihm gelungen, die über mehrere Jahre geplante Versuchs- und Forschungsanlage zu errichten.

Ziel ihres Betriebs ist es, für die von den hohen Grundwasserständen betroffenen Hausbesitzer, die nicht durch Kappungsmaßnahmen erreicht werden, ein wirtschaftliches und nicht den Grundwasserhaushalt beeinflussendes Verfahren zu entwickeln. Es wäre eine mögliche Alternative zu den bekannten bautechnischen Projekten. Die Ergebnisse der Versuchsszenarien sollen fortlaufend im Internet veröffentlicht werden. Die Adresse wird rechtzeitig mitgeteilt.

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