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Kinder aus Fukushima erlebten im Rhein-Kreis Neuss unbeschwerte Tage

Ein Gruppenfoto

Im Kreishaus Neuss wurden die Kinder aus Fukushima und ihre Betreuer verabschiedet

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Mit Sportabzeichen, Jugendschwimmscheinen und vielen Geschenken im Gepäck haben 20 Kinder aus der japanischen Katastrophenregion Fukushima ihren Aufenthalt im Rhein-Kreis Neuss beendet. Jürgen Steinmetz, der Vertreter des Landrats, verabschiedete die Gruppe bei einem Empfang im Kreishaus Neuss. Er zollte den Jungen und Mädchen sowie ihren erwachsenen Begleitern "große Bewunderung" für die Haltung, mit der sie den Schicksalsschlägen in ihrer von Tsunami, Erdbeben und Kraftwerksunglück heimgesuchten Heimat begegneten. "Die Katastrophe hat uns alle tief bewegt, und auch wir trauern um die Opfer, die sie gefordert hat", sagte Steinmetz.

Der Dank des Landratsvertreters galt dem Sportbund Rhein-Kreis Neuss, den Stadt- und Gemeindesportverbänden sowie den Vereinen und Gasteltern, die die Ferienmaßnahme für die Kinder im Alter von zwölf bis 14 Jahren mit ihrem Engagement ermöglicht haben. "Ich würde mich sehr freuen, wenn unsere Verbindung nachhaltig wäre und wir alle in Kontakt blieben", betonte Steinmetz.

Im Beisein des stellvertretenden japanischen Generalkonsuls in Düsseldorf, Yasuyuki Soma, und Kreissportbund-Chef Thomas Lang zogen Gastgeber und Gäste eine rundum positive Bilanz der Aktion. Die jungen Japaner waren beim Neusser Schwimmverein genauso zu Gast wie beim Glehner Turnverein, beim TSV Bayer Dormagen und beim BV Weckhoven. Die Neusser Skihalle, den Büdericher Sportpark und die Büttgener Radsporthalle haben die Gäste aus Fernost ebenfalls kennen gelernt. Freizeitaktivitäten von der Besteigung der Kölner Dom-Türme bis zum Besuch des Delhovener Tier- und Geoparks rundeten das Programm ab.

Die Verbindung nach Japan hat Tradition. Im Jahr 2004 hatten der Rhein-Kreis Neuss und die Provinz Fukushima mit der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens ihre bereits bestehende Zusammenarbeit in der Sportförderung vertieft. Die Vereinbarung, die auch vom Landessportbund und dem Institut für Sportsoziologie der Deutschen Sporthochschule Köln getragen wird, beinhaltet die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern. In der Provinz Fukushima werden erhebliche Anstrengungen unternommen, ein ehrenamtlich geführtes Sportvereinssystem nach deutschem Muster zu etablieren. In Japan war dieses System zunächst weitgehend unbekannt. Sport findet dort traditionell an Schulen und Universitäten sowie in den Betrieben statt.

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