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Urlaubszeit - wohin mit dem Haustier?

Tourismus |

Mit Beginn der Sommerferien stehen viele Haustiere auf der Straße. Sie werden oft an Straßenrändern, Autobahnraststätten und in Wäldern ausgesetzt - oder sogar in der Wohnung ihrem Schicksal überlassen. Deshalb haben die Tierheime zur Urlaubszeit jedes Jahr Hochkonjunktur. Allein in den Sommermonaten müssen bundesweit bis zu 70.000 Tiere neu aufgenommen werden. Betroffen sind hauptsächlich Kleintiere wie Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen, aber auch Vögel und Reptilien.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss informiert, dass es nicht nur verantwortungslos ist, ein Tier auszusetzen, sondern sogar als Ordnungswidrigkeit gilt. Dabei kann der Tierbesitzer nach dem Tierschutzgesetz mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro bestraft werden. In besonders schweren Fällen drohen auch strafrechtliche Konsequenzen.

Wer mit seinem Haustier von Deutschland aus in ein Urlaubsland der Europäischen Union einreisen will, benötigt einen blauen EU-Heimtierausweis. Dazu Dr. Annette Kern, Tierärztin des Veterinäramtes: "Dieser Ausweis wird hier vom Haustierarzt ausgestellt und dokumentiert die Tollwutimpfung, ohne die die Reise nicht angetreten werden darf. Die Impfung sollte mindestens drei bis vier Wochen vor Reisebeginn erfolgt sein." Es wird empfohlen, die Tiere per Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Wer in Nicht-EU-Länder fährt, sollte sich beim Kreisveterinäramt unbedingt erkundigen, ob vor Antritt der Reise eine Blutprobenuntersuchung für die Tollwut-Antikörpertiterbestimmung nötig ist.

Haustierbesitzer, die ihren Vierbeiner nicht in den Urlaub mitnehmen können oder wollen, sollten sich rechtzeitig um eine Betreuung für ihr Tier kümmern. Das Veterinäramt empfiehlt, den Hund oder die Katze in einer Tierpension, bei Verwandten oder Nachbarn unterzubringen. Der Tierschutzbund bietet unter dem Motto "Nimmst du mein Tier, nehm´ ich dein Tier"-Urlaubsaktion (www.tierschutzbund.de) Unterstützung bei der Vermittlung eines Urlaubsplatzes an.

Auch das Veterinäramt des Kreises ist bei der Suche nach einer geeigneten Unterbringungsmöglichkeit behilflich. Informationen dazu gibt es im Grevenbroicher Kreishaus unter Tel. 02181/601-3901.

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