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Ministerin Steffens bei Auftaktveranstaltung: Mit Euregio-Netzwerk gegen MRSA

Eine Dame und zwei Herren vor einem Plakat

Von links: Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky, NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke

Gesundheit |

Multiresistente Bakterien kennen keine Grenzen. Weder zwischen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationskliniken noch zwischen Städten, Kreisen und Ländern. Ein Netzwerk in der Euregio Rhein-Maas-Nord soll daher zum verbesserten Schutz der Bevölkerung vor Infektionen durch multiresistente Erreger - insbesondere MRSA (Methicillin–resistenter Staphylococcus aureus) - aufgebaut werden. Barbara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, eröffnete jetzt gemeinsam mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Auftaktveranstaltung im Kreishaus Grevenbroich.

"Bis zu 15.000 Menschen sterben jährlich insgesamt an Krankenhausinfektionen", machte die Gesundheitsministerin, die mit dem "Aktionsplan Hygiene" in NRW den Schutz vor Krankheitserregern verbessern und die Ausbreitung multiresistenter Keime bekämpfen will, die besondere Bedeutung des Infektionsschutzes deutlich. Ein Drittel aller im Krankenhaus erworbenen Infektionen gelten als vermeidbar. Landrat Petrauschke betonte, dass die Infektionsrate mit multiresistenten Keimen durch striktes Einhalten der Hygieneregeln sowie durch einen verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika gesenkt werden könne. Folgen der im Krankenhaus erworbenen Infektionen, so der Landrat weiter, seien verlängerte stationäre Aufenthalte, eine erschwerte Therapie und oft erhebliches Leid.

Über das neue Euregio-Netzwerk und die grenzenlose Netzwerkbildung unter der Überschrift "EurSafety Health-net" informierte im Kreishaus Grevenbroich Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky und

Dr. Peter Jacobs vom Gesundheitsamt Nord-Limburg (NL). Ziele sind der grenzübergreifende Informationsaustausch, einheitliche Standards und Fortbildungsseminare. Projektpartner des "EurSafety Health-net" für die Euregio Rhein-Maas-Nord sind neben dem Rhein-Kreis Neuss: die Städte Mönchengladbach und Krefeld, die Kreise Viersen und Kleve sowie die niederländische Provinz Limburg-Nord.

Moderiert wurde die Auftaktveranstaltung im Grevenbroicher Kreishaus von Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr als verantwortlichem Koordinator für die Netzwerkentwicklung in der Euregio Rhein-Maas-Nord. Fachreferenten waren Prof. Dr. Andeas Voss von der Universität Nijmwegen und Dr. Roland Schulze-Röbbecke von der Universität Düsseldorf.

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