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Katastrophenschutzübung: Chemie-Unfall

Personen in Schutzanzügen

Das Arbeiten unter Vollschutz stellt die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen

Sicherheit |

Ein Chemie-Unfall mit 13 verletzten Personen war das Szenario bei der Katastrophenschutzübung des Rhein-Kreises Neuss unter der Leitung von Kreisbrandmeister Reinhard Seebröker auf dem Gelände des Neusser Unternehmens Jansen-Cilag. Dazu wurde die Einsatzbereitschaft des Verletztendekontaminationsplatz "V Dekon" erprobt. Dieser Katastrophenschutzeinheit gehören über 50 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen der Feuerwehren Dormagen, Grevenbroich, Jüchen, Kaarst und Meerbusch sowie der Johanniter-Unfallhilfe und des Malteser-Hilfsdienstes.

Als erste Gebietskörperschaft im Rheinland hat das Land Nordrhein-Westfalen 2009 dem Rhein-Kreis Neuss im Rahmen der überörtlichen Katastrophenhilfe die Dekontaminationsanlage mit Abrollbehälter und Schnellaufbauzelten im Wert von rund 180.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Der Rhein-Kreis Neuss kann bis zu 50 Personen pro Stunde von einer Kontamination mit Gefahrstoffen befreien und anschließend an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben. Durch die schnelle Dekontamination vor Ort wird erreicht, dass die Einwirkzeit von Gefahrstoffen auf den menschlichen Körper reduziert und somit die gesundheitliche Schädigung minimiert wird.

"Die Dekontamination von verletzten Personen stellt die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen, wie beispielsweise das Arbeiten unter Vollschutz. Unsere Übung hat gezeigt, dass die Einsatzkräfte die Aufgaben routiniert meisterten", sagt Hans-Joachim Klein, Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung beim Kreis.

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