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Metropolregion: Kreis sucht Perspektiven für die nächsten Jahrzehnte

Personengruppe

Diskutierten mit Bürgermeistern, Kreistagsabgeordneten und Verwaltungsexperten über den Weg zur Metropolregion (v.l.n.r.): Jürgen Steinmetz, Dr. Dieter Porschen, Dr. Udo Siepmann, Prof. Dr. Verena Pleitgen, Dr. Reimer Molitor und Hans-Jürgen Petrauschke.

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Mit einem Workshop beteiligt sich jetzt der Kreistag an der aktuellen Diskussion um Metropolen und Metropolregionen in Nordrhein-Westfalen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke lud mit Prof. Dr. Verena Pleitgen, Dekanin School of Commerce der Hochschule Neuss, Dr. Reimer Molitor, Geschäftsführer der Region Köln/Bonn e.V., und den beiden IHK-Hauptgeschäftsführern aus Düsseldorf und Krefeld, Dr. Udo Siepmann und Dr. Dieter Porschen, gleich vier Referenten auf die Raketenstation nach Neuss. "Im Zuge der Globalisierung wird der Wettbewerb um Investitionen, Innovationen und Menschen immer bedeutender und regionale Kooperationen immer wichtiger", betonte Landrat Petrauschke bei der Begrüßung.

Schon der Titel des Workshops "Metropolregion – Regionale Identifikation als Erfolgsmodell für die Zukunft" ließ an der Notwendigkeit dieser regionalen Zusammenarbeit keinen Zweifel. Doch über den Weg zu einer Metropolregion Rheinland gab es unterschiedliche Auffassungen. Vom Dachverband, wie ihn die IHKs favorisieren, über die Erweiterung der bestehenden Metropolregion Köln/Bonn, in der der Rhein-Kreis Neuss bereits Mitglied ist, bis hin zur Neugestaltung einer Metropolregion Rheinland reichten die Alternativen.

Zeit mit folgenlosen Strukturdebatten über Gebietsreformen und Abschaffung von Mittelinstanzen, an der sich jahrzehntelang ganze Politiker-Generationen wund gescheuert haben, wollten die Workshop-Teilnehmer nicht mehr vergeuden. Einhellig vertraten die Diskussionsteilnehmer die Auffassung, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf beim Thema Metropolregion mit ins Boot geholt werden muss. "Wir müssen die Zusammenarbeit mit Düsseldorf verbindlicher und konkreter gestalten", brachte es Landratsvertreter Jürgen Steinmetz auf den Punkt. Bereits in der nächsten Kreistagssitzung am 22. Juni steht das Thema wieder auf der Tagesordnung.

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