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EHEC: Kein Grund zur Panik

Eine EHEC-Infektion lässt sich vor allem auch durch Hygiene vermeiden

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Seit dem 25. Mai hat sich nach Mitteilung des Kreisgesundheitsamtes die Zahl der bestätigten EHEC-Erkrankungen im Rhein-Kreis Neuss auf sechs erhöht. Im Gegensatz zum bundesweiten Trend überwiegt im Kreis die Anzahl der betroffenen Männer (vier).

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Kreisgesundheitsamtes haben sich vier Betroffene die Infektionen mit großer Wahrscheinlichkeit bei einem Aufenthalt in Norddeutschland zugezogen, wo der Schwerpunkt des EHEC-Ausbruchsgeschehens liegt. Zwei von ihnen waren gemeinsam mit einer Reisegesellschaft in Lübeck. Das Kreisgesundheitsamt ermittelt derzeit die Anschriften der Mitreisenden.

"Ein hämolytisch-urämisches Syndrom - HUS - wurde jedoch bei keinem der sechs aktuellen Fällen im Rhein-Kreis Neuss festgestellt", betont der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Dr. Michael Dörr.

Die Übertragung des EHEC-Bakteriums erfolgt direkt oder indirekt vom Tier auf den Menschen. Als Reservior gelten Wiederkäuer, vor allem Rinder, Schafe und Ziegen. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt fäkal-oral wobei die Erregeraufnahme über den Kontakt mit Tierkot, über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser erfolgt, oder auch in Folge mangelnder Hygiene durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch (Schmierinfektion). Der Zeitraum zwischen der Infektion und den ersten Durchfallsymptomen beträgt durchschnittlich drei bis vier Tage. Derzeit suchen bundesweit Experten nach den Ursachen des EHEC-Ausbruchs.

Amtsarzt Dr. Dörr warnt trotz steigender Fallzahlen vor Panikmache. "Das Risiko einer EHEC-Infektion lässt sich vor allem durch Hygiene deutlich einschränken, insbesondere bei der Essenszubereitung". Lebensmittel wie Obst und Gemüse gut waschen. Fleisch und Fleischprodukte sollten gut durchgegart werden. Flächen und Gegenstände, Brettchen und benutzte Messer gründlich reinigen; vor und nach der Speisezubereitung Hände waschen – und natürlich nach dem Toilettengang sowie nach Tierkontakten.

Fragen zu EHEC beantwortet das Kreisgesundheitsamt unter der Rufnummer 02181/601-5301.

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