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Ab Juli dürfen Hunde und Katzen nur noch mit einem "Chip" ins Ausland reisen

Tourismus |

Die Urlaubszeit steht vor der Tür, und wer mit seinem Hund oder seiner Katze ins Ausland fährt, sollte sich rechtzeitig informieren. Das Kreisveterinäramt weist darauf hin, dass bei Reisen innerhalb der EU der blaue EU-Heimtierausweis - ausgefüllt vom Haustierarzt - vorgezeigt werden muss. Die Vierbeiner dürfen nur mitreisen, wenn sie mindestens vier Wochen vorher gegen Tollwut geimpft wurden. "Wer dieses Jahr verreisen will, muss unbedingt einen Mikrochip für sein Haustier besorgen, eine Tätowierung reicht nicht mehr aus", erklärt Dr. Annette Kern, Tierärztin des Veterinäramtes. Ab Juli besteht diese Verpflichtung innerhalb der gesamten EU. Der Mikrochip wird mittels einer Spritze auf der linken Halsseite unter die Haut implantiert. Den Mikrochip gibt es beim Haustierarzt.

Dr. Annette Kern weist darauf hin, dass bei Reisen nach Großbritannien und Skandinavien besondere Vorschriften gelten. Sie empfiehlt: "Informieren Sie sich am besten rechtzeitig vor dem Urlaub über alle Anforderungen, zum Beispiel auf der Internetseite der Botschaft oder des Konsulats des Reiselandes." Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Malta, Norwegen und Ungarn verbieten die Einreise von bestimmten Kampfhunderassen; in einigen Ländern bestehen Leinen- und Maulkorbzwang.

Auch für die Rückreise nach Deutschland gelten strenge Auflagen.

Wer aus einem Nicht-EU-Land - etwa aus der Türkei, Tunesien oder Ägypten - wieder nach Deutschland einreist, muss eine Tollwut-Antikörper-Bestimmung nachweisen. Diese Blutuntersuchung - veranlasst vom Haustierarzt - muss schon mindestens drei bis vier Monate vor Reisebeginn erfolgen. Nur dann steht der Rückreise nach Deutschland nichts mehr im Wege. Diese Regelung gilt z.B. auch für Bosnien, Serbien und Montenegro. Die Titerbestimmung braucht nicht wiederholt zu werden, wenn das Tier regelmäßig eine Wiederholungsimpfung erhält.

Erst eine Woche vor dem Start in den Urlaub kann das Veterinäramt im Kreishaus Grevenbroich die Gesundheitsbescheinigung für Reisen außerhalb der EU ausfüllen. "Diese amtstierärztliche Untersuchung findet ohne telefonische Anmeldung während der festgelegten Zeiten - montags bis freitags von 08:00 - 09:00 Uhr, mittwochs zusätzlich von 14:30 - 16:30 Uhr - statt", so Dr. Annette Kern. Mitgebracht werden müssen das Haustier und der Impfausweis.

Ausdrücklich warnt Dr. Kern davor, ein Tier aus Mitleid aus dem Urlaub mitzubringen. "Wenn Tiere ohne die notwendigen Papiere, z.B. ohne gültige Tollwutschutzimpfung und anerkannte Tollwuttiteruntersuchung, nach Deutschland eingeführt werden, kann von diesen Tieren eine große Gefahr für Mensch und Tier ausgehen. Unter Umständen müssen die Tiere für mehrere Monate in Quarantäne - und dies kann für den Tierhalter zu erheblichen Kosten führen", so die Veterinärin.

Darüber hinaus sind die seit einigen Jahren in den südlichen Urlaubsländern beheimateten sogenannten "Mittelmeerkrankheiten", die nach dem Urlaub vor allem über Hunde als unerwünschtes Souvenir nach Deutschland eingeschleppt werden, nicht zu unterschätzen. Diese Krankheiten wie Leishmaniose, Babesiose, Borreliose oder auch Herzwurmkrankheit werden durch Zecken, Flöhe oder auch Mücken übertragen.

Während der Reise sollte auch daran gedacht werden, dass den Haustieren ein schattiges Plätzchen zur Verfügung steht und immer eine ausreichend große Wassermenge angeboten wird. Grundsätzlich sollten Tiere niemals alleine im Auto zurückgelassen werden.

Weitere Informationen zu dem Thema erteilt das Kreisveterinäramt unter Telefon 02181/601-3901.

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