Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

560 Kilo Schlachtabfälle illegal entsorgt

Umwelt |

Nachdem in Meerbusch zwischen Langst-Kierst und Lank-Latum eine große Menge verdächtiger Plastiktüten mit Kadaverteilen entdeckt worden waren, hat die Stadt Meerbusch auch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss eingeschaltet, das die Tierabfälle gestern vor Ort überprüft hat. Wie Amtsleiter Dr. Gerhard Fischer berichtet, handelt es sich um Schlachtabfälle von Schafen unterschiedlicher Rassen und vermutlich auch von Ziegen. Zur ordnungsgemäßen Beseitigung wurden die Abfälle umgehend in die Tierkörperbeseitigungsanstalt in Viersen-Kühleheide gebracht.

"Die vorgefundenen Felle variierten von schwarz über braun bis zu cremefarben und weiß. Das Gehörn lässt vermuten, dass es sich zum Teil auch um Kamerunschafe und Heidschnucken gehandelt hat. Die Schlachtabfälle stammen von circa 25 bis 30 geschlachteten Tieren", so Fischer. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt geht von illegalen Schlachtungen aus. "Darüber hinaus liegen auch Verstöße gegen das Tierkörperbeseitigungs-, Abfall- und Umweltrecht vor. Auch muss davon ausgegangen werden, dass tierschutzrechtliche Bestimmungen missachtet wurden", erläutert der Kreisveterinär. Bei "Schwarzschlachtungen" und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz handelt es sich um Straftaten. Das Kreisveterinäramt wird daher die Staatsanwaltschaft einschalten.

Aus der Anzahl der geschlachteten Tiere und der betroffenen Rassen können möglicherweise Rückschlüsse auf den Herkunftsbestand gezogen werden. Daher können hiesige Schaf- und Ziegenhalter für die Untersuchungen des Kreisveterinäramtes eventuell wichtige Hinweise geben. Auch die Veterinärämter der benachbarten Kreise und Städte wurden informiert und um Mithilfe gebeten.

Da es sich bereits um den dritten gleichgelagerten Fall in Meerbusch innerhalb eines Jahres handelt, bittet das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss auch die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung sowie um erhöhte Aufmerksamkeit.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.