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Sechs Schüler erhielten Urkunden: Schulschiedsstelle im Rhein-Kreis Neuss eingerichtet

Personengruppe

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) sowie (v.l.) Schuldezernent Tillmann Lonnes und Schulrätin Christa Banisch überreichten die Urkunde im Beisein von Schulleitern und Sozialpädagogen an die sechs Schüler der Schulschiedsstelle.

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Sechs Schüler aus dem Rhein-Kreis Neuss absolvierten jetzt die Ausbildung für die neu geschaffene Schulschiedsstelle im Rhein-Kreis Neuss. Gemeinsam mit Schuldezernent Tillmann Lonnes und Schulrätin Christa Banisch überreichte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den Jugendlichen die Berufungsurkunden. Die Schulschiedsstelle im Neusser Kreishaus kann ab sofort von Schulleitungen bei körperlichen Auseinandersetzungen unter Schülern oder Sachbeschädigung im Klassenzimmer eingeschaltet werden.

Im Gespräch mit den Mitgliedern der Schulschiedsstelle – Schülern und Sozialpädagogen - sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, dass bei Konflikten der positive Einfluss Gleichaltriger häufig mehr bewirken kann, als das Eingreifen Erwachsener. Das haben auch Test-Schlichtungen ergeben. Petrauschke lobte das Engagement der Schüler: "Diese ehrenamtliche Tätigkeit trägt zu einem friedlichen Miteinander in den Schulen bei."

Die neue Schulschiedsstelle im Schulamt des Rhein-Kreises Neuss ist immer dann gefragt, wenn Schulleitungen ihr einen Fall von Regelverletzung übergeben. Schon während ihrer Ausbildung wurden die sechs Jugendlichen eingeschaltet bei Raufereien auf dem Schulhof und bei Sachbeschädigung im Schulgebäude. Dazu erläuterte Schuldezernent Tillmann Lonnes: "Die ersten Fälle wurden bereits verhandelt. Dadurch wird deutlich, dass die Nachfrage nach einer neutralen Schiedsstelle in den Schulen besteht." Nicht nur im Rhein-Kreis Neuss, sondern auch in anderen Städten und Kreisen in NRW richtet die Landesregierung solche Schulschiedsstellen ein.

Während ihrer Ausbildung wurden Tim Ellinghaus, Vivian Gabriel, Fabian Mertens und Merve Uyar von der Gesamtschule Meerbusch sowie Tim Galinski von der Hauptschule Dormagen und Marija Remenjuk von der Maximilian-Kolbe-Hauptschule in Neuss in Gesprächsführung und Konfliktverhalten trainiert. Sie lernten die schulrechtlichen Aspekte ihrer Tätigkeit kennen und erfuhren, wie sie angemessen auf Regelverletzungen reagieren. Mögliche Sanktionen sind eine öffentliche Entschuldigung, eine Wiedergutmachung in Form von Sozialstunden, die Zahlung von Schadensersatz oder ein Handy-Verbot.

Bei den Verhandlungen der Schulschiedsstelle im Neusser Kreishaus sind immer drei Schüler anwesend sowie ein Sozialpädagoge. Eltern von beschuldigten Schülerinnen und Schülern können dabei sein, während der oder die Geschädigte nur bei Bedarf eingeladen wird. Die Verhandlungen sind nicht öffentlich und absolut diskret.

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