Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Ausbau der U3-Betreuung in Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen

3 Männer vor einer Stellwand

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) freut sich gemeinsam mit Kreisjugendamtsleiter Norbert Dierselhuis (Mitte) und dessen Mitarbeiter Hermann-Josef Zohren, der Gemeinde Rommerskirchen den Zuwendungsbescheid über 252 000 Euro zukommen zu lassen.

Jugend |

Bis zum Jahr 2013 hat der Rhein-Kreis Neuss für das Zuständigkeitsgebiet seines Jugendamtes – Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen – den Rechtsanspruch für Kinder unter 3 Jahren in Tagesbetreuung sicherzustellen und folgende Zielquoten für den Ausbau der Kleinkindbetreuung vorgesehen: 50 Prozent für Zweijährige, 35 Prozent für Einjährige, 10 Prozent für unter Einjährige – das sind insgesamt 500 Plätze in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege.

"Mit bereits 387 geschaffenen Plätzen haben wir insgesamt einen guten Schritt getan. Dies entspricht einer Versorgungsquote von 25,1 Prozent. Die Weiterführung der Investitionsförderung durch das Land ist zurzeit aber unklar", erklärt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zur aktuellen Entwicklung der Versorgungssituation. So wurde dem Kreisjugendamt im vergangenen Jahr nur ein Antrag positiv beschieden. "Vor dem Hintergrund, dass wir bis spätestens zum Sommer 2013 den Rechtsanspruch für alle Kleinkinder sicher stellen müssen", so der Landrat, "ist eine rasche Fortsetzung des Ausbauprogramms jedoch unverzichtbar."

So freut sich der Landrat der Gemeinde Rommerskirchen in diesen Tagen einen Zuwendungsbescheid über 252 000 Euro zukommen lassen zu können. Denn mit seinem Nachtragshaushalt vom Dezember hat das Land 522 000 Euro an das Kreisjugendamt überwiesen. Damit werden vorrangig zwei von drei besonders dringenden Maßnahmen, die vom Kreis im Sommer 2010 angemeldet worden sind, finanziert: die Tageseinrichtungen Giller Straße in Rommerskirchen und Danziger Straße in Korschenbroich.

"Es bleiben immer noch 11 Maßnahmen, die bisher unbewilligt beim Landschaftsverband Rheinland liegen. Kosten dieser Maßnahmen: 2,5 Millionen, erwartete Förderung: 2 Millionen", erläutert Kreisjugendamtsleiter Norbert Dierselhuis. Um diese Maßnahmen pünktlich abzuschließen, müssten die Bewilligungen dem Kreis für alle 11 Projekte bis Anfang 2012 vorliegen. "Ohne eine wesentliche Beschleunigung im Bewilligungsverfahren ist der Termin für die Sicherstellung des Rechtsanspruchs für Kinder unter 3 Jahren nicht zu halten", erläutert Dierselhuis.

Insgesamt wird der U3-Ausbau für Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen 6,5 Millionen Euro kosten. Die Zuschüsse von Bund und Land summieren sich auf 5,8 Millionen Euro. 700 000 Euro werden durch die Träger und das Kreisjugendamt aufgebracht.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.