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Landrat verleiht Ehrenamtspreis für besonderes Engagement

Personengruppe mit Urkunden

Bürgerschaftliche und ehrenamtliches Engagement zeichnete der Rhein-Kreis Neuss auf Schloss Dyck aus.

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Bereits zum dritten Mal hat der Rhein-Kreis Neuss den Ehrenamtspreis im Bereich Feuerwehr, Rettungswesen und Katastrophenschutz verliehen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zeichnete im historischen Festsaal von Schloss Dyck in Jüchen fünf Bürger für ihr überdurchschnittliches ehrenamtliches Engagement aus. Darüber hinaus wurden erstmals auch Preise für das soziale Engagement älterer Menschen vergeben. Preisträger sind vier Projekte des vom Rhein-Kreis Neuss ausgeschriebenen Wettbewerbs "Alt für Jung".

Mit Blick auf die demografische Entwicklung hob Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hervor, dass künftig noch mehr bürgerschaftliches Engagement für das Gemeinwesen als bisher gefragt ist: "Wir stehen vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen – ob es um gerechte Bildungschancen für unsere Kinder geht, um Teilhabe von Menschen mit Behinderungen oder um Integration derjenigen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind und jetzt zu uns gehören." Auch eine würdige Pflege der Kranken und Alten könne nur mit Hilfe bürgerschaftlichen Engagements gesichert werden.

Im Bereich der Feuerwehren sowie der Rettungs- und Hilfsorganisationen wurden folgende fünf Bürger geehrt:

  • Nikolas Klein aus Kaarst ist im besonderen Maße im Bereich des Katastrophenschutzes aktiv: Der langjährige Kreisbereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes – Kreisverband Grevenbroich – fungiert seit vielen Jahres als Zugführer von über 200 Einsatzkräften im Rhein-Kreis Neuss. Dabei koordiniert er die Einsätze des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter Unfallhilfe, des Malteser Hilfsdienstes und des Technischen Hilfswerks. Ein einschneidendes Erlebnis war für ihn und 165 Helfer des Rhein-Kreises Neuss der Einsatz bei der Loveparade in Duisburg.
  • Heiko Kraus aus Neuss ist hauptamtlicher Leiter der Lehrrettungswache Neuss-Mitte der Johanniter Unfallhilfe. Daneben engagiert er sich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Ausbilder und Lehrbeauftragter für den Rettungsdienst. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Ausbildung der Johanniter in Neuss nach ISO 9001 zertifiziert wurde.
  • Hans-Peter Helten aus Grevenbroich engagierte sich von 1962 bis 2003 als aktives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Grevenbroich. Darüber hinaus bildete er über 30 Jahre lang Feuerwehrleute aus: Von 1971 bis 1985 war er auf Kreisebene als Ausbilder tätig und von 1983 bis 2002 bei der Grevenbroicher Wehr.
  • Thomas Wimmer aus Neuss verstärkt seit 1992 den Malteser Hilfsdienst in der Stadt Neuss. Er ist nicht nur für den Verpflegungstrupp verantwortlich, sondern kümmert sich auch um die Ausbildung der Malteser-Jugend. Vorbildlichen Einsatz leistete Thomas Wimmer mit seinem Team beim Weltjugendtag 2006 sowie zuletzt beim Großbrand von FS-Karton in Neuss.
  • Gerd Thiebach aus Dormagen trat der damaligen Freiwilligen Feuerwehr Gohr mit 17 Jahren bei und gehört ihr mittlerweile 43 Jahre an. Über zwei Jahrzehnte lang leitete er den Löschzug Gohr und integrierte ihn fest im sozialen Netzwerk der Stadtteile Gohr und Broich. Gerd Thiebach setzte sich dafür ein, dass 1985 die Jugendfeuerwehr im Löschzug Gohr gegründet wurde.

Vier Preisträger gab es im Wettbewerb "Alt für Jung" des Rhein-Kreises Neuss:

  • Das Projekt "Oma Else" des Kinderschutzbundes Neuss bringt seit 2007 Alt und Jung zusammen. Damen zwischen 50 und 71 Jahren kommen zur Kinderbetreuung ehrenamtlich ein bis zwei Stunden pro Woche ins Haus, um junge Familien zu entlasten. Stellvertretend für alle Projektverantwortlichen nimmt Dr. Rosemarie Steinhoff den Preis entgegen.
  • Der Verein "Bürgerbus Korschenbroich e.V." sorgte dafür, dass der erste Bürgerbus im Rhein-Kreis Neuss im April 2010 seinen Linienverkehr aufnahm. 42 ausgebildete ehrenamtliche Fahrer sind im Wechsel montags bis samstags im Stadtgebiet Korschenbroich unterwegs. Hubert Tockloth erhielt die Auszeichnung stellvertretend für alle Vereinsmitglieder.
  • Federführend für das Projekt "Senioren in der Schule" ist das "Seniorennetzwerk 55plus" der Gemeinde Jüchen. Einmal pro Woche beteiligen sich 12 Senioren an der Nachmittagsbetreuung der offenen Ganztagsgrundschule Jüchen. Sie geben Hilfe bei den Hausaufgaben, lesen, spielen, malen, basteln und backen mit den Kindern. Der Preis ging an Dr. Jürgen Meister, den Ideengeber des Projekts.
  • "Streitschlichter" ist der Titel eines Projekts an der Christian-Wierstraet-Realschule in Neuss: Seit November 2006 unterstützen vier Damen und ein Herr ihre Enkelgeneration, indem sie sich zu Streitschlichtern ausbilden ließen. Sie stehen den Schülern an vier Schultagen pro Woche als Anlaufstelle mit Rat und Tat zur Seite. Stellvertretend für alle Beteiligten erhielt Dorothee Steins die Auszeichnung.

Besonderen Dank sprach Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den beiden Jurys aus. Die Auswahl für die Preisträger aus Feuerwehr, Rettungswesen und Katastrophenschutz traf eine Jury unter Leitung der Kreistagsabgeord-neten und Vorsitzenden des Rettungsausschusses Ursel Meis. Dr. Hans-Ulrich Klose, stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses, übernahm den Vorsitz in der Jury für den Wettbewerb "Alt für Jung".

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