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Krankenhausdirektor Hubert Retzsch in den Ruhestand verabschiedet

3 Personen stehend, im Hintergrund sitzen weitere Personen

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) dankte Hubert Retzsch (Mitte) für seine Verdienste um die Kreiskrankenhäuser Grevenbroich und Dormagen. Retzschs Nachfolger als Krankenhausdirektor ist Ralf Nennhaus (l.).

Gesundheit |

Im Rahmen einer Feierstunde im Kreiskrankenhaus in Grevenbroich wurde Krankenhausdirektor Hubert Retzsch von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und vom Vorsitzenden des Kreiskrankenhausausschusses, Dr. Christian Will, in den Ruhestand verabschiedet. Rund vier Jahrzehnte stand er in den Diensten des Rhein-Kreises Neuss, seit April 2003 als Verwaltungschef der Krankenhäuser Dormagen und Grevenbroich. Die Kreiskrankenhäuser beschäftigen zusammen rund 1 400 Mitarbeiter und versorgen jährlich 65 000 Patienten stationär und ambulant. Zum 31. Dezember endet Retzschs Dienstzeit. Sein Nachfolger als Krankenhausdirektor des Rhein-Kreises Neuss ist Ralf Nennhaus, der sein Amt bereits im September antrat.

"Unsere Krankenhäuser sind zukunftsorientierte Vorzeigeobjekte des Rhein-Kreises Neuss und haben einen sehr guten Ruf. Das kommt nicht von allein. Das muss hart erarbeitet werden. Und Sie, Herr Retzsch, haben daran maßgeblichen Anteil. Ihr Name steht für Kontinuität und Qualität in der gesundheitlichen Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger", würdigte Landrat Petrauschke die Verdienste von Hubert Retzsch. Und Krankenhausausschussvorsitzender Will betonte: "Kommunale Krankenhäuser haben es häufig nicht einfach. (…) Es ist auch nicht verwunderlich, dass angesichts der Budgetdeckelung bei steigenden Kosten jede fünfte Klinik mit Verlust arbeitet. Andererseits erzielten zwei Drittel der knapp 2.100 Krankenhäuser auch 2009 einen Überschuss. Zu dieser Gruppe zählen dank einer umsichtigen Betriebsführung auch unsere Häuser."

Zu Hubert Retzsch

Im Alter von 14 Jahren begann der am 1. März 1945 in Übigau im Kreis Herzberg - heute Land Brandenburg – geborene Hubert Retzsch eine Verwaltungslehre beim Bergamt in Betzdorf/Sieg. Über eine Zwischenstation bei der Kreisverwaltung Erkelenz kam er am 1. April 1970 zum ehemaligen Landkreis Grevenbroich. Damit begann der Teil seiner Laufbahn, der ihn bis an die Spitze der beiden Krankenhäuser des heutigen Rhein-Kreises Neuss mit rund 1.400 Beschäftigten führte. Am 1. April 2003 trat er die Nachfolge seines Vorgängers Franz Weyers als Krankenhausdirektor an.

In seiner Freizeit bewirtschaftet der Jubilar seinen zwei Morgen großen Garten, betätigt sich als Hobby-Imker und kümmert sich, wann immer sich die Gelegenheit ergibt, um seine Enkel.

Der Ausbau der Kreiskrankenhäuser zu modernen, leistungsstarken Gesundheitszentren unter seiner Federführung ist auch nach außen erkennbar. Im Krankenhaus Grevenbroich konnte in der ehemaligen Krankenpflegeschule eine Neurologische Praxisgemeinschaft angesiedelt werden. Ein neues Radiologienzentrum wird bereits gemeinsam mit einer niedergelassenen Radiologiepraxis betrieben, und im nächsten Jahr ziehen die ersten Mieter im angrenzenden, neugebauten Ärztehaus ein.

Auch im Krankenhaus Dormagen sind entsprechende Projekte in Angriff genommen worden. Ein neues Radiologiezentrum, ebenfalls mit einer niedergelassenen Praxis, befindet sich derzeit im Umbau. Bereits vorab wurde eine wesentliche Verbesserung in der Patientenversorgung durch die Anschaffung eines 64-Zeilen CTs, eines digitalen Mammographiegerätes und eines C-Bogens erreicht. Der Neubau eines Ärztehauses ist auch am Kreiskrankenhaus Dormagen in vollem Gang.

Die Gründung der Servicegesellschaft Rhein-Kreis Neuss, die Reinigungs- und Serviceleistungen für die Kreiskrankenhäuser und andere Kreiseinrichtungen erbringt, sowie der Geräteträgergesellschaft für die Radiologie tragen ebenfalls Retzschs Handschrift. Hubert Retzschs Kompetenz war auch in zahlreichen Gremien der Krankenhausgesellschaft NRW, des Landkreistages sowie des Kommunalen Arbeitgeberverbandes gefragt.

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