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Neusser Projekt "CareMigration" erhält ersten Preis im Integrationswettbewerb

Mehrere Personen bei einer Preisverleihung

Integrationspreisverleihung im Kreishaus Grevenbroich: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) gratulierte gemeinsam mit der Kreis-Jury Preisträgerin Despina Kosmidou (vorne, 2.v.r.) und weiteren erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmern

Soziales |

Um das soziale Engagement von Einzelpersonen und Institutionen auszuzeichnen, die sich in vorbildlicher Weise für ein gleichberechtigtes und friedvolles Miteinander und interkulturelle Verständigung einsetzen, hat der Rhein-Kreis Neuss zum ersten Mal einen Integrationspreis vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 7.000 Euro dotiert und ging an vier Preisträger. Platz 1 mit einem Preisgeld von 4.000 Euro belegte Despina Kosmidou vom Neusser Verein zur Förderung von Sprache und Mehrsprachigkeit (SUM) mit dem Projekt "CareMigration".

"Die kulturelle und ethnische Vielfalt ist längst typisch für unser Land. Auch bei uns im Rhein-Kreis Neuss hat etwa jeder fünfte Einwohner eine Zuwanderungsgeschichte", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei der Preisverleihung im Kreishaus Grevenbroich. "Eine gute Grundlage für Integration ist das Mitmischen. Dazu will der Rhein-Kreis Neuss mit seinem Integrationspreis ermuntern", so Petrauschke weiter. "Die Preisträger haben in unserer Heimat die Kultur der gegenseitigen Anerkennung, der Toleranz und der Verständigung gestärkt. Dafür sagen wir heute Dank."

Preisträgerin Despina Kosmidou vermittelt mit "CareMigration" als Fortsetzung des Vorläufer-Projekts "Patenschaften zwischen Deutschen und Migranten" Kontakte zwischen deutschen und ausländischen Mitbürgern und fördert interkulturelle Begegnungen. Für den Trägerverein SUM ist "Integration ein Zusammenspiel mehrerer Komponenten und kann nicht allein durch Spracherwerb erzielt werden." CareMigration trägt daher in besonderer Weise dazu bei, Deutsche und Migranten zusammenzubringen und das Miteinander in Stadt und Rhein-Kreis Neuss zu fördern und erhielt dafür den 1. Preis im Integrationswettbewerb des Rhein-Kreises Neuss.

Den zweiten Platz (Preisgeld 2.000 Euro) belegte der Integrationsrat Dormagen mit seinem Vorsitzenden Mehmet Güneysu für das Projekt "Sommerfest". In diesem Jahr besuchten rund 2.500 Menschen die Veranstaltung, die mit einem weit gefächerten Programm kulturelle Vielfalt, Offenheit und Toleranz lebt.

Der dritte Platz wurde gleich zweimal vergeben (Preisgeld jeweils 500 Euro). Marcel Kruse aus Grevenbroich bekommt ihn für sein Buch "Verschlingt der Islam Deutschland? Oder erdrücken deutsche Vorurteile den Islam?", weil seine Publikation dazu beiträgt, die Integration nichtdeutscher Muslime in Deutschland zu fördern und die Angst vor dem Islam zu nehmen. Ebenfalls einen dritten Preis gab es für Hildegard Kux aus Jüchen. Als Leiterin des tamilisch-deutschen Freundeskreises bringt sie Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion zusammen. Seit 1984 ist sie in der Flüchtlingsberatung und der interkulturellen Arbeit tätig und leitet auch einen interreligiösen Gesprächskreis.

Über die Preisgelder hinaus vergab die Kreis-Jury auch fünf Anerkennungsurkunden. Diese gingen an:

  • den Jugendmigrationsdienst Katholische Jugendwerke im Rhein-Kreis Neuss, Dormagen, für das Schülerprojekt "Wurzeln"
  • Elke Noack und Ingrid Schöneberg, vom Caritasverband Rhein-Kreis Neuss, für die "Kulturwerkstatt der Generationen" in Neuss
  • Brigitte Brand aus Grevenbroich für die Initiative "Interkulturelles Frauentreffen"
  • den Vorsitzenden des Freundeskreises der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion Neuss e.V., Alexander Kühl, für den "Familien-Spiel- und Sporttag: Integration durch Sport in Neuss" und für den NRW-Malwettbewerb "Hier lebe ich – hier male ich"
  • den TSV Norf für das Projekt "Ons Nüss - Heimat für alle"

Der Jury im Wettbewerb zum ersten Integrationspreis des Rhein-Kreises Neuss gehörten fünf Vertreter der Kreistagsfraktionen an: Angelika Quiring-Perl (CDU), Rainer Thiel (SPD), Christa Quellmann (FDP), Angela Stein-Ulrich (Bündnis 90/Die Grünen) und Margit Kalthoff (UWG/Die Aktive) - außerdem: Dr. Hans-Ulrich Klose, Erster Stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Kreissozial- und Gesundheitsausschusses, und Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrates und Kreissozialdezernent.

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