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Zukunftsaufgabe Integration

Im Kreishaus Grevenbroich begrüßte Landrat-Vertreter und Kreissozialdezernent Jürgen Steinmetz zum kommunalen Integrationsworkshop

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Etwa jeder fünfte Einwohner im Rhein-Kreis Neuss hat eine Zuwanderungsgeschichte, und rund 11 Prozent der Bevölkerung sind ausländische Staatsangehörige. Um den Integrationsprozess auch für die Zukunft weiter voranzubringen, hatte der Rhein-Kreis Neuss jetzt mit Förderung der Landesregierung zu einem zweitägigen Integrationsworkshop eingeladen. Teilnehmer waren rund 40 Vertreter aus Integrationsräten, Integrationsbüros, der Freien Wohlfahrtsverbände sowie aus Politik und Verwaltung des Kreises und seiner Kommunen.

Integration sei letztlich auch eine Standortfrage geworden, betonte Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrates und Kreissozialdezernent, zur Eröffnung des von der Bertelsmann-Stiftung entwickelten Workshops im Kreishaus Grevenbroich. Jedes dritte Grundschulkind in Deutschland habe bereits einen Migrationshintergrund und in wenigen Jahren würde es in den meisten Städten jedes zweite Kind sein. "Das Thema ist also eine zentrale Herausforderung für die Zukunftsfähigkeit der Städte und Gemeinden - auch bei uns im wirtschaftsstarken Rhein-Kreis Neuss", so Steinmetz. Ziel sei dabei eine "gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben".

Als Beispiele für aktuelle Projekte der Integrationsarbeit des Rhein-Kreises Neuss nannte Steinmetz das zum zweiten Mal vergebene Migranten-Stipendium für Abiturienten aus Zuwanderer-Familien und den Integrationspreis des Kreises, der am 16. November erstmals verliehen wird. Mit dem Integrationsworkshop sollen die Weichen für die Zukunftsaufgabe Integration gestellt werden.

So reichte das inhaltliche Spektrum beim ersten kommunalen Integrationsworkshop im Rhein-Kreis Neuss von der Bestandsaufnahme der aktuellen Situation bis zur strategischen Planung der Integrationspolitik als kommunale Querschnittsaufgabe. Die Ergebnisse werden nun den verantwortlichen politischen Gremien vorgelegt. Unter anderem wird die Einrichtung einer kreisweiten Steuerungsgruppe Integration empfohlen. Außerdem soll 2012 ein großer lokaler Integrationsgipfel stattfinden.

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