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Rhein-Kreis Neuss ist erster Fairtrade-Kreis Deutschlands  

Rhein-Kreis Neuss ist erster Fairtrade-Kreis Deutschlands

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Als erster Kreis in Deutschland hat der Rhein-Kreis Neuss alle Kriterien der weltweiten Kampagne "Fairtrade-Towns" (Städte fairen Handels) erfüllt und reiht sich damit ein in die rund 850 Fairtrade-Towns in 22 Ländern, darunter Metropolen wie London, Rom, Brüssel, San Francisco und Kopenhagen.

Seit Januar 2009 können sich auch deutsche Kommunen um den internationalen Titel "Fairtrade-Stadt" bzw. "Fairtrade-Kreis" bewerben. 20 deutsche Städte erhielten bisher das Fairtrade-Siegel, unter anderem Saarbrücken, Marburg, Nürnberg und die Kreisstadt Neuss.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke nahm stolz im Rahmen des großen Familienfestes des Rhein-Kreises Neuss am vergangen Sonntag die Urkunde von Heinz Fuchs, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. und Reginaldo Vicentim, Geschäftsführer der Fairtrade-Kooperative COAGROSOL in Brasilien, auf dem Dycker Feld von Schloss Dyck in Jüchen entgegen. "Durch sein Engagement für den fairen Handel vor Ort nimmt der Rhein-Kreis Neuss eine Vorreiterrolle ein", hob Fuchs bei der Übergabe hervor.

"Ich freue mich sehr, dass damit der langjährige Einsatz der vielen engagierten Menschen für den Fairen Handel im Rhein-Kreis Neuss belohnt wird. Mit der Auszeichnung verbinde ich den Dank an unsere Partner, die uns bei der Kampagne geholfen haben", sagte Petrauschke. Unterstützt wird die Kampagne des Rhein-Kreises Neuss u.a. von der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI), den Eine-Welt-Läden im Kreisgebiet und von der DEHOGA.

Ziel der Fairtrade-Kampagne ist es, benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter in Afrika, Lateinamerika und Asien zu fördern und durch Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Für die Auszeichnung musste der Rhein-Kreis Neuss mehrere Kriterien erfüllen und sich aktiv und nachhaltig für den Fairen Handel einsetzen. Dazu gehört u.a. ein Beschluss des Kreistages, wonach bei allen Sitzungen und im Büro des Landrates nur noch fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt werden darf. Außerdem musste eine Steuerungsgruppe aus Verwaltung, Handel, Eine-Welt-Initiativen und Kirchen gebildet werden. Die Projektleitung übernahm die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises.

Bei rund 450.000 Einwohnern musste der Rhein-Kreis Neuss zudem dafür sorgen, dass mindestens 55 Geschäfte und 27 gastronomische Betriebe Fairtrade-Produkte im Angebot haben. Auch in öffentlichen Einrichtungen warb der Kreis für die Verwendung von Fairtrade-Produkten. So erhalten die jährlich rund 25.000 Patienten der beiden Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich bereits nur noch fair gehandelten Kaffee. Auch einige Seniorenhäuser wollen nachziehen. Über die zu erfüllenden Kriterien hinaus hat die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auch einen virtuellen Einkaufs- und Gastroführer für den Rhein-Kreis Neuss unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de ins Internet gestellt.

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