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Neuer Wegweiser Demenz für den Rhein-Kreis Neuss aufgelegt

Gesundheit |

Jeder kann von der Krankheit und ihren Begleiterscheinungen betroffen sein - ob als Patient selbst oder als Angehöriger oder als guter Freund. Trotz medizinischen Fortschritts ist die Demenzerkrankung nicht heilbar. Die persönliche Begleitung und Pflege eines durch eine demenzielle Erkrankung veränderten Menschen im häuslichen Umfeld stellt hohe Anforderungen an betreuende und pflegende Angehörige. Nicht selten wird dabei die Grenze der Belastbarkeit erreicht. "Betroffene und Angehörige benötigen dringend ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsangebot, das es den Kranken ermöglicht, sehr lange in der eigenen Häuslichkeit zu verbleiben", betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Im Rhein-Kreis Neuss existiert sowohl ein großes Netz von Versorgungsangeboten für Menschen mit Demenz als auch von Hilfen zur Entlastung für pflegende bzw. betreuende Angehörige. Die Beratungs-, Betreuungs-, Pflege- und Therapieangebote sind in einer Broschüre - dem "Wegweiser Demenz", die der Rhein-Kreis Neuss in Kooperation mit dem Demenz-Servicezentrum NRW herausgegeben hat - gebündelt und veröffentlicht. Der Wegweiser soll die im Kreisgebiet lebenden Menschen dabei unterstützen, sich in dem umfangreichen und vielfältigen Angebot zur Versorgung von an Demenz erkrankten Menschen im Rhein-Kreis Neuss zurechtzufinden. Gleichzeitig soll der neue Demenz-Wegweiser den Menschen den Umgang mit der Krankheit erleichtern und sie ermutigen, die im Kreisgebiet bestehenden Angebote kennenzulernen und wahrzunehmen.

Der Wegweiser Demenz wird der breiten Öffentlichkeit zum ersten Mal im Rahmen des Aktionstages Demenz am 21. September, ab 13:30 Uhr im Kreishaus Neuss präsentiert und verteilt.  Darüber hinaus kann er beim Kreisgesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-5333 angefordert werden.

Mehr als 5.000 Menschen mit Demenz leben im Rhein-Kreis Neuss. Wegen des zunehmenden Lebensalters wird die Zahl der Menschen mit einer Demenzerkrankung im Kreisgebiet weiter ansteigen. Bis zum Jahr 2020 steigt diese Zahl im Kreisgebiet auf 8.400 Menschen.

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