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Das Kreisumweltamt startet neues Projekt

Umwelt |

In den nächsten beiden Jahren werden im Rhein-Kreis Neuss intensive Bodenuntersuchungen durchgeführt. Dabei sollen die Bedeutung der heimischen Böden für den Natur- und Wasserhaushalt aber auch der jeweilige Grad der Bodenfruchtbarkeit bewertet werden. Das Hauptziel ist die Ermittlung von besonders schutzwürdigen Böden im Kreisgebiet. Auf digitalen Karten sollen diese Bodenbewertungen schließlich den Planungsträgern zur Verfügung gestellt werden.

Diesem Vorhaben des Kreisumweltamtes hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung zugestimmt. In der Vergangenheit hat sich die Bodenschutzbehörde als Teil des Kreisumweltamtes vor allem um die Ermittlung der Schadstoffgehalte in den Böden gekümmert. So wurde z. B. festgestellt, dass 77 Prozent der Böden im naturnah genutzten Außenbereich nahezu schadstofffrei sind. Lediglich auf 0,2 Prozent der Fläche wurden solch hohe Schadstoffgehalte festgestellt, dass der Gesetzgeber zum Handeln aufruft. Dazu Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky: "Dieses Aufgabenfeld ist inzwischen nahezu abgearbeitet. Nun geht es vor allem darum, die besonders schützenswerten Böden im Kreisgebiet zu ermitteln und für die zukünftigen Generationen zu sichern."

Die fruchtbarsten Böden Deutschlands liegen u. a. im Rhein-Kreis Neuss. Leider kann man nicht alle diese hochwertigen Böden erhalten. Trotz Anstrengungen z. B. im Bereich der Innenraumverdichtung werden weiterhin Flächen für Wohn- und Gewerbegebiete sowie für Infrastrukturmaßnahmen, insbesondere für den Straßenbau benötigt. Stehen allerdings Alternativen zur Verfügung, z. B. in Form von flachgründigen, sandigen und humusarmen Böden, sind diese für eine Bebauung bevorzugt heranzuziehen. Dazu müssen die Planungsträger allerdings erst wissen, wo welche Böden sind. "Mit unserem neuen Projekt setzen wir genau hier an. Auf digitalen Karten kann zukünftig jeder sofort erkennen, wo sich welche Böden mit welchem Funktionsgrad befinden und diese Erkenntnisse in seinen Planungen berücksichtigen. Und dieses Projekt ist so vielversprechend, dass sich das Land NRW mit 40 000 Euro (80 Prozent) an den Kosten beteiligen wird", sagt Mankowsky.

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