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Kreistag votiert für Optionsmodell: Kreis will Verantwortung für Langzeitarbeitslose übernehmen

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In der letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Kreistag sein Ziel für die künftige Betreuungsform von Langzeitarbeitslosen im Rhein-Kreis Neuss vorgegeben: Mehr als die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten stimmten für das so genannte Optionsmodell. Anders als bei der Alternative Job-Center ist der Rhein-Kreis Neuss als Optionskommune in Eigenregie für die Betreuung der derzeit 30 000 Bürger, die im Kreis von Hartz IV leben, verantwortlich – inklusive Arbeitsvermittlung.

Nach ausführlicher Debatte votierte der Kreistag mit insgesamt 56 Stimmen für die Option. Die SPD-Fraktion stimmte dagegen. Auf Wunsch der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde in die Beschlussfassung aufgenommen, dass die Verwaltung dem Kreistag im September den Entwurf eines arbeitsmarktpolitischen Konzepts sowie Organisationsmodelle zur Umsetzung der Optionsvariante vorlegt. Auf Anregung der UWG wird zudem eine Steuerungsgruppe eingerichtet, an der auch die Städte und Gemeinden teilhaben sollen.

"Wir werden jetzt mit großem Engagement an dem Antrag auf Anerkennung als Options-Kommune arbeiten", so Sozialdezernent und Allgemeiner Vertreter des Landrates, Jürgen Steinmetz, nach der Abstimmung. Zeit hat der Kreis für die Antragstellung bei der Landesregierung bis spätestens 31. Dezember 2010. Frühester Termin für die Einführung der neuen Betreuungsregelung wäre Anfang 2012.

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