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Landrat Petrauschke sprach vor mehr als 100 Wirtschafsförderern © Rhein-Kreis Neuss | Volle Größe

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Landrat Petrauschke auf der Jahrestagung der Wirtschaftsförderer in NRW

Wirtschaft |

"Kommunale Wirtschaftsförderung in schwierigen Zeiten", so lautete das Thema des Eröffnungsvortrags der diesjährigen Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Kommunale Wirtschaftsförderung (AGKW) NRW in Duisburg - Referent war Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Vor mehr als 100 Teilnehmern sprach er zu aktuellen Positionen und Perspektiven kommunaler Wirtschafsförderung.

Angesichts der problematischen Finanzsituation der Kommunen in NRW muss sich Wirtschaftsförderung künftig stärker mit der Frage der Wirkungen ihrer Maßnahmen auseinandersetzen. Dies geschah in Duisburg durch intensive Diskussion. Landrat Petrauschke stellte als AGKW-Vorsitzender besonders die Bedeutung der Service-Qualität öffentlicher Verwaltungen heraus: "Damit Kommunen auf Dauer attraktiv für die Wirtschaft sind, müssen sie Standortvorteile schaffen, zum Beispiel durch die Verbesserung der eigenen Service-Qualität. Das bedeutet: Bürokratie abbauen, Bearbeitungszeiten reduzieren, Verwaltungsabläufe verbessern."

"Hilfestellung bei der kommunalen Service-Verbesserung gibt die Gütegemeinschaft Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen", so Landrat Petrauschke. Deren Gütezeichen schaffe verbindliche Standards, die die Mittelstandsorientierung einer Kommunalverwaltung bundesweit nachprüfbar und vergleichbar mache. Grundlage einer Zertifizierung sind 13 Güte- und Prüfbestimmungen, die mit dem RAL-Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung entwickelt wurden.

Ein weiteres Instrument, den Service der Verwaltungen zu optimieren, ist, wie Petrauschke weiter ausführte, der neu geschaffene "Einheitliche Ansprechpartner": "Viele Wirtschaftsförderungen bieten seit Jahren so genannte Lotsendienste für die Unternehmen an. Der ‚Einheitliche Ansprechpartner’ bietet jetzt die Möglichkeit, bestehende Angebote weiter zu bündeln und noch effektiver zu gestalten."

Einer der schwierigsten Herausforderung, die die Kommunen - auch die Wirtschaftsförderungen - in den nächsten Jahren zu bewältigen haben, sieht Petrauschke im demographischen Wandel. Hier seien Kommunen künftig im Wettbewerb um Einwohner, gute Arbeitsmöglichkeiten, attraktive Lebensbedingungen und Standortqualität. "Mit einer langfristig stabilen Bevölkerungsentwicklung ist nur in den Kommunen zu rechnen, die auch ökonomisch attraktiv sind und genügend Nachwuchs an motivierten und gut qualifizierten Arbeitskräften haben."

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