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Vorbildlich: Jährlich 25 000 Patienten trinken fair gehandelten Kaffee

3 Personen mit Kaffeetassen

Probetrinken für einen guten Zweck: in den Krankenhäusern wird nur noch fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. (v.l.n.r.) Harald Vieten, Heinz-Uwe Schmitz und Hubert Retzsch.

Fairtrade |

Ob bei Besprechungsterminen oder für die jährlich rund 25 000 stationären Patienten: Ab sofort schenken die Kreiskrankenhäuser in Grevenbroich und Dormagen nur noch fair gehandelten Kaffee aus. "Wir sehen uns als Krankenhäuser auch in der Verantwortung, Zeichen zu setzen für mehr fairen Handel", betont Krankenhausdirektor Hubert Retzsch, der sich zusammen mit Küchenleiter Heinz-Uwe Schmitz und weiteren Mitarbeitern zuvor von der guten Qualität des Kaffees durch Verkostungen überzeugt hat. Durch geschicktes Verhandeln mit dem Lieferanten ist es Retzsch dabei gelungen, Mehrkosten zu vermeiden. Immerhin handelt es sich dabei um ein jährliches Kaffee-Umsatzvolumen von 80 000 Euro.

Damit beteiligen sich auch die Kreiskrankenhäuser an der Initiative des Rhein-Kreises Neuss, der sich als erster Kreis in Deutschland um den Titel "Fairtrade-Kreis" bewirbt. Die Beteiligung an der internationalen Kampagne "Fairtrade-Towns" (Städte fairen Handels), würde den Rhein-Kreis Neuss zum Mitglied einer weltweiten Kampagne machen, an der sich bisher über 800 Städte in 22 Ländern beteiligt haben, darunter auch Metropolen wie London, Rom, Brüssel und San Francisco. Auch die Stadt Neuss ist bereits Fairtrade-Stadt.  Bis Ende des Jahres will der Kreis erreichen, dass öffentliche Einrichtungen verstärkt Produkte aus fairem Handel verwenden und im Kreisgebiet eine Mindestzahl von Geschäften, Gaststätten und Cafés fair gehandelte Waren anbieten.

Die Fairtrade-Produkte sichern Bauern und Kooperationen in Afrika, Asien und Lateinamerika Mindestpreise zu und garantiert Verbrauchern die Einhaltung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Standards.

"Die Kreiskrankenhäuser sind ein gutes Vorbild auch für andere Unternehmen und Einrichtungen, die bei Besprechungen oder in Kantinen fair gehandelte Produkte einsetzen könnten", freut sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Auch in seinem Büro und bei Sitzungen der politischen Gremien wird nur noch fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt.

Es muss aber nicht immer fair gehandelter Kaffee sein. "Es gibt auch weitere Fairtrade-Produkte wie Fruchtsäfte, Zucker oder Schokolade. Bereits Jetzt finden sich schon zahlreiche Fairtrade Produkte in den Regalen von Einzelhandel, Supermärkten und Disountern im Kreisgebiet," ergänzt Kreispressesprecher Harald Vieten, der das Projekt leitet. In Kürze erscheint ein vom Rhein-Kreis Neuss herausgegebener virtueller Einkaufsführer im Internet, in dem Hotel- und Gastronomiebetriebe, Cafès, Einzelhandel, Supermärkte und Discounter nach Städten und Gemeinden aufgelistet sind, die fair gehandelte Produkte anbieten oder verwenden.

Wer Informationen benötigt oder mitmachen möchte, kann sich bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises unverbindlich informieren.

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