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Unternehmen gesucht: Flagge zeigen für den Fairen Handel

Wirtschaft |

Produkte aus dem Fairen Handel (Fairtrade) liegen in Deutschland trotz Wirtschafts- und Finanzkrise weiter hoch im Kurs. Verbraucher greifen immer häufiger beim Einkaufen zu Produkten mit dem Fairtrade-Siegel. Nach Angaben von Transfair e.V. gaben die Verbraucher für Fairtrade-zertifizierte Produkte im vergangenen Jahr rund 267 Millionen Euro aus, ein Plus von 26 Prozent. Kaffee ist nach wie vor das wichtigste Fairtrade-Produkt, gefolgt von Blumen und Fruchtsäften.

Auch im Rhein-Kreis Neuss soll fairer Handel schon bald groß geschrieben werden. Deshalb bewirbt sich der Rhein-Kreis auch um den internationalen Titel "Fairtrade Towns" (Städte fairen Handels) - als erster Kreis in Deutschland. Weltweit unterstützen bereits über 800 Städte in 22 Ländern die Fairtrade-Towns-Kampagne. Unterstützt wird der Kreis dabei unter anderen von der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI) und zahlreichen Eine-Weltläden im Kreisgebiet, die seit Jahrzehnten engagierte Pionierarbeit für den Fairen Handel leisten.

Ein virtueller Einkaufsführer soll den Verbrauchern im Rhein-Kreis Neuss künftig den Weg zu fair gehandelten Produkten und Unternehmen erleichtern. Bereits jetzt finden sich schon zahlreiche Fairtrade-Produkte in den Regalen von Einzelhandel, Supermärkten und Discountern im Kreisgebiet. In den nächsten Wochen will der Rhein-Kreis Neuss die Werbetrommeln für die Kampagne rühren. "Insbesondere im Bereich Cafes und Gastronomie brauchen wir noch Mitstreiter, die Flagge für den Fairen Handel zeigen und einen Beitrag für ein Stück gerechtere Welt leisten wollen", betont Kreispressesprecher Harald Vieten. Gastronomiebetriebe, die die Kampagne unterstützen wollen, müssen wenigstens ein fair gehandeltes Produkt anbieten oder verarbeiten, beispielsweise Kaffee, Zucker, Tee, Fruchtsaft, Bananen oder Schokolade. Aufnahme in den Online-Einkaufsführer und ein Label gibt es für die Teilnahme gratis. Interessierte Unternehmen können sich bei Renate Kuglin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises, Telefon 02131/928-1303, unverbindlich informieren.

Das Fairtrade-Siegel sichert Kleinbauern und Kooperationen in Afrika, Asien und Lateinamerika Mindestpreise zu und garantiert Verbrauchern die Einhaltung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Standards. Außerdem profitieren die Kleinbauern von sozialen Projekten wie etwa die Einrichtung von Gemeindezentren, dem Bau von Schulen oder der Gründung von Genossenschaften zur Vergabe von Mikrokrediten. Gerade in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen sorgt damit der Faire Handel für den Lebensunterhalt und für ein menschenwürdiges Leben tausender Kleinbauern in den ärmsten Ländern dieser Welt.

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