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Musical Clong: Der Rhythmus steht, die Proben laufen

Gemeinsam mit Komponist Christoph Hillmann (vorne links) stellten die Leiter der vier beteiligten Musikschulen, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (1.v.r.), und Vize-Bürgermeister Hans Sturm aus Dormagen (2.v.r.) und Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes (3.v.r.) das Musikprojekt CLONG! vor.

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Clong! Standup Rhythm ist ein Gemeinschaftsprojekt der vier kommunalen Musikschulen im Rhein-Kreis Neuss. Am 17. April 2010 wird das Bühnenspektakel mit viel Rhythmus und Groove uraufgeführt. Auf einem gemeinsamen Pressetermin stellten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der Kulturdezernent des Rhein-Kreises Neuss, Tillmann Lonnes, sowie die Leiter der vier kommunalen Musikschulen im Kreis das Musikprojekt vor. Der Komponist und musikalische Leiter Christoph Hillmann gab Einblicke in den aktuellen Probenverlauf. Der Vorverkauf in den vier Veranstaltungsorten Grevenbroich, Meerbusch, Neuss und Dormagen hat begonnen.

Kräfte und Kreativität bündeln

Neuss, 23.3.2010: Als eine besonders schöne Form der interkommunalen Zusammenarbeit bezeichnete Landrat Hans-Jürgen Petrauschke auf dem Pressetermin im Kreishaus Neuss die gemeinsame Realisierung des Clong!-Projekts. Dabei betonte Petrauschke die große Bedeutung musischer Bildung: "Es geht auch darum, jungen Menschen in unserer Gesellschaft Ausdrucksmöglichkeiten zu eröffnen." Die Initiatoren waren sich von Anfang an einig, dass durch die Kräftebündelung der städtischen Musikschulen Meerbusch, Neuss und Dormagen sowie der Jugendmusikschule des Rhein-Kreises Neuss ein ganz besonderes Projekt entstehen sollte. Eine neue Komposition, etwas noch nie Aufgeführtes sollte her. Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes sieht das gemeinsamen Projekt schon jetzt als ein positives Beispiel: "Das Musikprojekt Clong! zeigt, dass hier etwas Besonderes im Interesse und für die Bürger im Rhein-Kreis Neuss geschaffen wurde." In Clong! werden  kulturelle Vielfalt und verschiedene soziale Milieus durch eine ebensolche Vielfalt an Rhythmik und unterschiedlichsten Charakteren dargestellt. Die 40 jungen Musiker, allesamt aus dem Rhein-Kreis Neuss, darunter Drummer, Streicher, E-Gitarristen, Bassisten, eine türkische Saz-Gruppe und die Sängerinnen veranstalten dabei ein wahres Bühnenspektakel.

Am Anfang war die Melodie

Für Christoph Hillmann, als den Komponisten von Clong!, ist es noch immer eine unglaubliche Idee und eine sehr spezielle Herausforderung, ein Musikstück von der umgekehrten Seite zu entwerfen: "Am Anfang stand eine sinnhafte Melodie und nicht die Geschichte.  Und es gab die Idee, sich von den gängigen Musikschulinstrumenten zu lösen. Herausgekommen ist ein verrückter Misch aus Streichern und E-Gitarre, Schlagzeug und Gesang, Becherperformance und Bodypercussion und mittendrin eine türkischen Saz-Gruppe mit einer fantastischen Sängerin", so Hillmann. Christoph Hillmann war es auch, der Noah Sow  als Autorin mit ins Team holte.  Die Medienschaffende und Musikerin schrieb zusammen mit dem Theaterpädagogen Willie Jacob die Texte zum Musical  und hauchte Clong! Leben ein. Die Story spielt im jugendlichen Umfeld eines Heimes. Die zentrale Figur, die 16-jährige Malena,  ist eine Außenseiterin, findet keinen Zugang zur Clique, eckt überall an. In dieser emotionalen Phase voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit begegnet ihr Clong.  Er ist ein Geist, eine Mischung aus Aladin aus der Wunderlampe und Karlsson vom Dach - immer auf 100 dB und der emotionale Gegenpart zu Malenas Achterbahn-Gefühlswelt. Es entwickelt sich ein Dialog zwischen Malena und Clong Im Stück kommt es zu einem großen Showdown zwischen beiden. Ob sich Malena aus der entstandenen Abhängigkeit lösen kann und zu einer eigenen Identität findet, wollte Christoph Hillmann nicht verraten.

Improvisation gefragt

Harald Nickoll, Leiter der Kreisjugendmusikschule schildert seine Eindrücke aus den laufenden Proben: "Die anfängliche Unsicherheit der beteiligten Musiker an einem noch unvollendeten Werk mitzuarbeiten ist mehr und mehr in einen kreativen Prozess umgeschlagen. Auch haben wir uns weitere professionelle Unterstützung mit ins Boot geholt.  Ballettlehrerin Valerie Ghiglione ist für die Choreografie zuständig, der Musiker und Sänger Stefan Jennissen hat das Gesangscoaching übernommen. Schauspieler Harry Heib kümmert sich um die Dramaturgie und der Neusser Künstler Axel Naß wird das Bühnenbild gestalten, so Nickoll. Bärbel Hölzing, Leiterin der Musikschule Dormagen spricht von einer logistischen Herausforderung. "Wir proben an vier verschiedenen Orten und haben Auftritte an wiederum vier verschiedenen Bühnen. Die Musiker kommen aus den unterschiedlichsten Orten im Rhein-Kreis. Es gibt Vorproben in kleinen Gruppen und Gesamtproben. Da ist schon jede Menge Improvisationstalent gefragt."  In den Osterferien vom  6. - 10 April 2010 wird dann erstmalig mit Technik und Bühnenbild geprobt. Der Countdown bis zur Ur-Aufführung am 17. April im Pascal-Gymnasium Grevenbroich läuft.

Klappern gehört zum Handwerk

Clong! Standup Rhythm wird an allen vier Musikschul-Standorten im Rhein-Kreis Neuss aufgeführt.  Die Ur-Aufführung ist am Samstag, den 17. April 2010 in Grevenbroich, Es folgen Meerbusch im Forum Wasserturm am Sonntag, den 18. April, Neuss in der Janusz-Korczak-Gesamtschule am Samstag, den 24. April  und Dormagen im Bettina-von-Arnim Gymnasium am  Sonntag, den 25. April.  Der Eintrittpreis beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Das Musical ist sehens- und hörenswert für Menschen ab 10 Jahren. Karten sind ab sofort in allen vier Musikschulen sowie den bekannten Vorverkaufststellen der Städte erhältlich.

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