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Schweiz - Viel Zeit für Geschäftsbeziehungen

Wirtschaft |

Was ist beim Export und Import zu beachten? Welche Hürden müssen beim Zoll überwunden werden? Welche Geschäftsmöglichkeiten gibt es und was ist beim Warenverkehr und Bankgeschäften zu beachten: Unternehmen vom Niederrhein, die Handelsbeziehungen in der Schweiz aufnehmen wollen, wurden bei einer Veranstaltung der IHK Mittlerer Niederrhein, der Sparkasse Krefeld und der Standort Niederrhein GmbH in Krefeld umfassend informiert. Wie eng die geschäftlichen Beziehungen der Nachbarländer sind, verdeutlichte Daniel Heuer von der Auslandshandelskammer Deutschland-Schweiz (AHK) mit Sitz in Zürich. Ein Viertel aller Exporte der Schweiz gehen nach Deutschland. Umgekehrt importiert die Schweiz mehr als ein Drittel aller Waren aus Deutschland. "Die Industrie der beiden Länder ist stark verknüpft", sagte Heuer. Trotz dieser Verbindung und der gleichen Sprache gebe es aber deutliche Unterschiede in der Mentalität, warnte er die zahlreich erschienenen niederrheinischen Unternehmensvertreter. "Der Schweizer denkt und handelt anders. Das hat Auswirkungen auf die Gewichtung von Sachfragen oder die Bedeutung der Beziehungsebene." Wer dies nicht berücksichtige, könnte den Verhandlungspartner schnell brüskieren. "Am besten fährt man, wenn man zurückhaltend bleibt, die Beziehung Schritt für Schritt aufbaut und sich Zeit nimmt", so Heuer.

 

Diese Taktik bei der Öffnung des Schweizer Marktes hält auch Stefan Swertz, der Vorstand der adisfaction AG, für die beste. Die Werbeagentur aus Meerbusch ist seit 2006 in Zürich aktiv. "Wir sind vor Ort, um Vertrauen zu gewinnen. Das ist gerade in der Schweiz sehr wichtig", schilderte er seine Erfahrungen. "Man wird als deutsches Unternehmen in der Schweiz erst einmal kritisch beäugt. Deshalb sollte man Netzwerke schaffen, in dem man Kongresse und Events besucht, bei der Verbandsarbeit mitwirkt und immer wieder Überzeugungsarbeit leistet." Auch das unterschiedliche Tempo in der Schweiz erwähnte Swertz. "Akquisen dauern länger. Daran muss man sich als deutsches Unternehmen erst einmal gewöhnen." Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Vorträgen von Frank Lauer von der ALS Customs Services GmbH und Thomas Scheidemann von der Sparkasse Krefeld. Lauer berichtete den Zuhörern als Zollexperte über die Schwierigkeiten bei der Verzollung und Zollabfertigung von Waren, die in die Schweiz importiert oder exportiert werden. Scheidemann gab Wissenswertes zu Handelsgeschäften und dem Devisenhandel aus der Sicht der Sparkasse weiter.

 

Weitere Informationen gibt es bei der Standort Niederrhein GmbH, Andrea Scharf, Telefon 02131-9268591, E-Mail scharf@standort-niederrhein.de. Die Standort Niederrhein GmbH ist die Plattform für das gemeinsame Standortmarketing der Region Niederrhein. Außerdem unterstützt sie kleinere und mittlere Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte. Die Beratungsleistungen stehen Firmen aus den Kreisen Kleve, Wesel, Viersen, dem Rhein-Kreis Neuss sowie den Städten Krefeld und Mönchengladbach offen.

 

Quelle: Standort Niederhein GmbH

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