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Nordrhein-Westfalen verbessert Service und Datensicherheit für Verwaltungen

vier Personen am Rednertisch

Verwaltung |

Die kritische Haushaltslage zahlreicher Kommunen in Nordrhein-Westfalen war zentrales Thema auf der Tagung der rheinischen Hauptverwaltungsbeamten im Kreiskulturzentrum des Rhein-Kreises Neuss in Dormagen-Zons. Mehr als 120 Landräte, Oberbürgermeister und  Bürgermeister der Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln diskutierten mit NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf aktuelle Themen. Im Schatten der größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit den Nachkriegsjahren rief der Minister die Kommunen dazu auf, mutiger bei der regionalen Zusammenarbeit zu werden: "Effizienz- und Effektivitätssteigerung durch erfolgreiche Kooperationen sind auch ein Baustein der Konsolidierung."

Nordrhein-Westfalen will auch den telefonischen Kontakt der Bürger zur Verwaltung sowie die Sicherheit in der Datenkommunikation verbessern. Die modernen Techniken sind auch für die öffentliche Verwaltung unverzichtbar. "Sie ermöglichen es, die Arbeit der Verwaltungen kundenfreundlicher und effizienter zu machen", erklärte der Minister.

Über die Einheitliche Behördenrufnummer 115 können schon heute mehr als 5 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen von Kommunen, Land und Bund erfragen. Erste Erfahrungen zeigen - so der Innenminister - dass dieser noch in der Pilotphase befindliche Service "sehr gut angenommen und bewertet wird". 20 der 25 am Pilotprojekt teilnehmenden Modellregionen liegen in Nordrhein-Westfalen.

"Damit nehmen unsere Verwaltungen bundesweit einen Spitzenplatz bei der Bürgerorientierung ein. Zukünftig geht es darum, diesen Service verstärkt auch in ländlichen Regionen anzubieten", sagte Wolf. Dabei kommt den kommunalen Servicecentern eine besondere Bedeutung zu, denn sie sind bei der 115 die erste Anlaufstelle.

Anstelle eines eigenen Servicecenters kann es für kleinere Kommunen kostengünstiger sein, mit anderen zu kooperieren, um so ihren Service zu verbessern. Erfolgreich kooperieren beispielsweise die Städte Bielefeld und Bad Salzuflen oder Köln, Bonn und Leverkusen. Der Innenminister appellierte an alle Kommunen, ihren Bürgerservice weiter auszubauen. "Eine dienstleistungsorientierte und leistungsfähige öffentliche Verwaltung ist ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb der Regionen. Hier ist die Teilnahme an der 115 ein entscheidender Baustein, um Verwaltung effizienter zu gestalten."

Im Mittelpunkt des Treffens stand auch der sichere Austausch von Daten zwischen den nordrhein-westfälischen Verwaltungen. Den öffentlichen Verwaltungen in Deutschland steht zu diesem Zweck ein besonders gesichertes Netz zur Verfügung, an das die Landesverwaltung und alle Kommunen des Landes angeschlossen sind. "Schutz und Sicherheit der uns anvertrauten Daten sollten höchste Priorität genießen", betonte Wolf. "Deshalb müssen wir in der Datenkommunikation untereinander stets einen sicheren Weg wählen." Während normalerweise eine E-Mail ihren Weg über das unsichere Internet zum Adressaten findet, bietet das Netz der Verwaltungen einen ungleich höheren Schutz gegen unbefugten Zugriff und Datenmissbrauch.

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