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Kreisumweltausschuss besuchte Sortier- und Abfallaufbereitungsanlage in Neuss-Grefrath

mehrere Personen neben Förderband

Der Kreisumweltausschuss am Wertstoff-Sortierband.

Umwelt |

Im Rahmen seiner ersten Sitzung unter dem Vorsitz des Kreistagsabgeordneten Walter Boestfleisch (FDP) informierte sich der Planungs- und Umweltausschuss des Rhein-Kreises Neuss jetzt bei einem Besuch der Deponie in Neuss-Grefrath über die dortige Wertstoffsortier- und Abfallaufbereitungsanlage. Denn die ist neben der Kompostierungsanlage in Korschenbroich ein wichtiger Baustein des Abfallwirtschaftskonzepts des Kreises.

In Deutschland dürfen Restabfälle, die mehr als fünf Prozent brennbare Bestandteile enthalten, nicht mehr deponiert werden. Um dies kostengünstig umzusetzen, legt der Rhein-Kreis Neuss in seinen abfallwirtschaftlichen Planungen zusätzlich zur Abfallvermeidung großes Augenmerk auf die Verwertung von Abfällen. "Ziel war und ist es, möglichst viele verwertbare Bestandteile aus den Abfällen zu entnehmen, um so die Menge, die einer vergleichsweise teuren Verbrennung zugeführt werden muss, weitestgehend zu minimieren", erläutert dazu Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky.

Trotz der getrennten Erfassung von Wertstoffen, befinden sich im Restmüll immer noch erhebliche Mengen an verwertbaren Bestandteilen. Um auch diese zu erfassen, wird der Restmüll aus dem Kreisgebiet zur Sortier- und Aufbereitungsanlage nach Grefrath gebracht. Hier wird mit Hilfe modernster Technik noch verwertbares Material aus dem Restmüllstrom entnommen. Insgesamt wurden 2008 aus 167.000 Tonnen Haus-, Sperrmüll und Gewerbeabfällen 41.000 Tonnen recycelfähiges oder energetisch verwertbares Material gewonnen. Die bereits 1981 in Betrieb gegangene Trennanlage wurde im Laufe der Zeit ständig modernisiert. Unter fachkundiger Führung der Betreiberfirma und von Norbert Clever, Leiter des Kreisumweltamtes, konnten sich die Ausschussmitglieder vom fortschrittlichen Stand der Umwelttechnik im Rhein-Kreis Neuss überzeugen.

Mit der Anfang 1999 in Betrieb gegangenen Kompostierungsanlage in Korschenbroich wurden zudem die Voraussetzungen geschaffen, die im Kreisgebiet anfallenden organischen Abfälle sinnvoll zu verwerten. In der Korschenbroicher Anlage können jährlich bis 50 000 Tonnen an kompostierbaren Materialien zu vermarktungsfähigen Kompostprodukten verarbeitet werden.

"Mit seinen abfallwirtschaftlichen Maßnahmen ist es dem Kreis gelungen, trotz der hohen gesetzlichen Anforderungen, die an eine langfristige und nachhaltige Abfallentsorgung gestellt werden, die Abfallgebühren auf ein vertretbares Maß zu begrenzen. Der Rhein-Kreis Neuss gehört zu den Körperschaften mit den günstigsten Entsorgungsgebühren in der Region", so Umweltausschussvorsitzender Boestfleisch.

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