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Anti-Terrorübung in Dormagen

mehrere Personen in gelben Schutzanzügen neben Fließband

Die neue mobile Dekontaminationsanlage des Rhein-Kreises Neuss für Verletzte kam erstmalig in Dormagen zum Einsatz.

Sicherheit |

Mehr als 400 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten aus dem Kreisgebiet haben gestern (27.1.) in den Abendstunden die schnelle und koordinierte Hilfe bei kontaminierten Personen während einer Terrorschutzübung im TSV-Sportcenter Höherberg in Dormagen geprobt. Die Großübung des Rhein-Kreises Neuss war Teil einer Katastrophenschutzübung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der länderübergreifenden Krisenmanagementübung LÜKEX 09/10.

Bei Schnee und Minusgraden trainierten Feuerwehr- und Rettungskräfte schwerpunktmäßig die Dekontamination und Versorgung von Verletzten nach einem fiktiven, chemischen Anschlag während eines Bundesliga-Handballspiels. "Die Übung hat in weiten Teilen die Leistungsfähigkeit unserer Einsatzkräfte gezeigt. Vieles hat dabei gut funktioniert, aber nicht alle Übungsziele konnten erreicht werden. Daran werden wir jetzt arbeiten", zog Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eine erste Bilanz.

Ein gemeinsames Dankeschön richteten Petrauschke und Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann an die mehr als 400 Einsatzkräfte vor Ort und in den Krisenstäben, die sich bis in den frühen Morgenstunden an der Katastrophenschutzübung beteiligten. Beide hatten den Übungsablauf in Dormagen verfolgt.

"Das hohe Engagement aller Beteiligten war in der Übung spürbar. Gemeinsam mit dem Kreis als zuständige Behörde bei Großschadensereignissen werden wir nun das Übungsgeschehen analysieren und die Erfahrung in künftige Konzepte einfließen lassen", so Bürgermeister Hoffmann.

Erstmalig stand nach Vorgaben des Bundes und des Landes eine Terrorschutzübung im Mittelpunkt einer Großübung des Rhein-Kreises Neuss. Zum Einsatz kam dabei auch die neue mobile Dekontaminationsanlage des Kreises, die erst seit Ende September einen neuen Baustein der feuerwehrtechnischen Gefahrenabwehr darstellt und bei der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Dormagen stationiert ist.

"Diese ABC-Einsätze sind technisch anspruchsvoll und bedeuten gleichzeitig hohe körperliche Anforderungen an die Einsatzkräfte, die unter Vollschutzkleidung arbeiten müssen. Ansonsten routiniert ablaufende Maßnahmen, auch der psychologischen und sozialen Betreuung von Verletzten, oder erlernte Deeskalationstechniken sind unter Vollschutzkleidung viel schwieriger umzusetzen. Aus den Erfahrungen der Übung können wir lernen und uns später besser aufstellen", betonte Kreisbrandmeister Reinhard Seebröker, der den Übungseinsatz in Dormagen leitete.

Neben den zahlreichen Helfern vor Ort, waren auch die Krisenstäbe und die beiden Bürger-Hotlines des Kreises und der Stadt Dormagen sowie die Personenauskunftstelle des Kreises im Einsatz.

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