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Übungsszenario: Chemischer Anschlag während eines Bundesligahandballspiels

Feuerwehreinsatz

Sicherheit |

Anschlag mit chemischen Substanzen während eines Handball-Bundesligaspiels, Dekontamination von zahlreichen Verletzten, der Verdacht auf einen terroristischen Anschlag – innerhalb dieses Krisenszenarios trainieren rund 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfs- und Rettungsorganisationen am 27. Januar in Dormagen den Ernstfall. Schwerpunkt der Katastrophenschutzübung des Rhein-Kreises Neuss ist der Bereich an der Sporthalle Höhenberg des TSV Bayer Dormagen, An der Römerziegelei.

Als einer von vier ausgewählten nordrhein-westfälischen Orten ist es der Rhein-Kreis Neuss mit der Stadt Dormagen, der an der nationalen Krisenmanagementübung LÜKEX 2010 (länderübergreifende Krisenmanagementübung/Exercise) teilnimmt, in der die Wirksamkeit behördlicher Strategien bei terroristischen Anschlägen sowie die Zusammenarbeit zwischen den Krisenstäben des Bundes und der Länder geübt werden soll. An der Übung nehmen alle Bundesländer teil, wobei Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein als „Kernübungsländer“ besonders intensiv eingebunden sind.

Für Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der zusammen mit Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann die Übung vor Pressevertretern im historischen Rat-haus Dormagen vorstellte, gibt es keine absolute Sicherheit, aber erfolgreiches Krisenmanagement: „ Wir üben im Rahmen unseres Katastrophenschutzplanes seit vielen Jahren mit unseren Städten und Gemeinden, mit Hilfs- und Rettungsorganisationen, Kreispolizei und Bundeswehr mögliche Großschadensereignisse im Rhein-Kreis Neuss, um  für den Ernstfall besser gerüstet zu sein.

Erstmalig praktisch erprobt wird auch die bei der freiwilligen Feuerwehr Dormagen stationierte mobile Dekontaminationsanlage. Der Rhein-Kreis Neuss gehört zu den ersten fünf Kommunen landesweit, die 2009 mit einem rund 180000 Euro teuren, so genannten  AB-Dekon V-Abrollbehälter ausgestattet wurde. Die mobile Anlage beinhaltet zwei Schnellaufbauzelte von je 40 Quadratmetern Grundfläche, einen eigenen Stromerzeuger, Material zur Dekontamination und zur Wundversorgung, Atemschutzmasken und Ersatzkleidung sowie Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte.

Durch die Dekontamination vor Ort wird erreicht, dass die Einwirkzeit der Gefahrstoffe auf den menschlichen Körper reduziert und somit eine gesundheitliche Schädigung der Betroffenen minimiert wird. Außerdem soll eine Verschleppung der Kontamination und damit eine Gefährdung des rettungsdienstlichen Personals und der Mitarbeiter im Krankenhaus verhindert werden. Während der Übung werden jedoch keine Gefahrstoffe eingesetzt, wie Hans-Joachim Klein, Übungskoordinator und Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung beim Kreis versichert.

Erstmalig wird der Rhein-Kreis Neuss auch seine neu eingerichtete Bürger-Hotline und Personenauskunftsstelle testen, die im Krisenfall die Registrierung der vom Schadensereignis betroffenen Personen und die Auskunftserteilung gegenüber Angehörigen und Bürgern sicherstellen soll.

Dazu steht ein mit zehn EDV-gestützten Arbeitsplätzen ausgestattetes Callcenter im Kreishaus Grevenbroich zur Vefügung, das im Ernstfall schnell seinen Betrieb aufnehmen kann.

Verkehrsbeeinträchtigungen/Straßensperrungen

Im Bereich der Sporthalle des TSV Bayer Dormagen, An der Römerziegelei. wird es in den Abendstunden am 27. Januar zum vermehrten Aufkommen von Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht kommen. Das Übungsende ist für 2 Uhr nachts vorgesehen.

Aus Anlass der Übung wird am 27. Januar in der Zeit von 18.30 bis 21.30 Uhr der Schützenplatz in Dormagen (Ecke Bundesstraße 9/Walhovener Straße) gesperrt. Ebenfalls gesperrt wird am 27. Januar von 19.30 Uhr bis zum 28. Januar um 2 Uhr in Dormagen die Straße „An der Römerziegelei“ zwischen der Bundesstraße 9 und der Einfahrt zum „Casino“.

Im gleichen Zeitraum wird der an der Bundesstraße 9 gelegene Parkplatz des CHEMPARK Dormagen zwischen Tor 1 und Tor 10 gesperrt.

Bürger-Hotline

Die Stadt Dormagen (Telefon 02133 257-555) und der Rhein-Kreis Neuss (Telefon 02181 601-1000) richten am Abend des 27. Januars eine Bürger-Hotline zu der Übung ein.

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