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Ausbau der Russlandkontakte: Gesundheits- und Medizintechnik im Blick

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Deutsch-russisches Arbeitstreffen auf Schloss Dyck

Wirtschaft |

Bereits seit Jahren pflegt der Rhein-Kreis Neuss im Rahmen seiner Außenwirtschaftsförderung Kontakte nach Russland. Zu einem ersten Arbeitstreffen mit Fedor W. Khorokhordin, Generalkonsul der russischen Föderation in Bonn, kam Landrat Hans–Jürgen Petrauschke nach seinem Amtsantritt jetzt auf Schloss Dyck zusammen. Ziel des Gesprächs, an dem auch Kreiswirtschaftsdezernent Jürgen Steinmetz teilnahm, war der Ausbau von Wirtschaftsbeziehungen und Unternehmen aus dem Rhein-Kreis Neuss stärker in den Fokus der russischen Wirtschaft und Industrie zu rücken.

Zu Bedeutung Russlands als Zukunftsmarkt betont Landrat Petrauschke: "Der russische Markt ist für Deutschland fast so wichtig wie China. Im größten und mit rd. 142 Millionen potentiellen Konsumenten bevölkerungsreichsten Land in Osteuropa genießen Produkte ‚Made in Germany’ einen guten Ruf. Allein für die Exportwirtschaft nach Russland arbeiten in Deutschland rund 70 000 Menschen. Wir wollen, dass unsere Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss bei dieser Entwicklung dabei sind."

Konkret vereinbart wurde für nächstes Jahr, dass Generalkonsul Khorokhordin den Rhein-Kreis Neuss mit einer russischen Unternehmerdelegation aus dem Gesundheits- und Medizinsektor besucht. "Russland ist bei Medizintechnik zu fast 80 Prozent auf Importe angewiesen. Die Kliniken des Landes schieben einen gewaltigen Investitionsstau vor sich her; deshalb wird in den kommenden Jahren hier sehr viel investiert werden. Deutsche Medizintechnik-Hersteller profitieren überdurchschnittlich davon und hier kann sicher noch mehr mit der Wirtschaft und mit Unternehmen aus dem des Rhein-Kreis Neuss zusammengearbeitet werden", so Khorokhordin.

Auch Landrat Petrauschke sieht hier Chancen für die heimische Wirtschaft: "Die Region Niederrhein mit dem Rhein-Kreis Neuss zählt bundesweit zu den Top 6 und in Nordrhein-Westfalen zu den Top 2-Regionen der Gesundheitsbranche. Fast 27 000 Beschäftigte, damit rund 6,2 Prozent aller Beschäftigten am Niederrhein arbeiten im Gesundheitswesen. Es gibt einige Firmen hier, die modernstes Equipment herstellen."

Mit dem Firmenbesuch aus Russland wollen Petrauschke und Khorokhordin dann auch ein Deutsch-Russisches Unternehmerforum verbinden, das den Schwerpunkt Gesundheits- und Medizinwirtschaft zum Inhalt hat.

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