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Richtfest für Ärztehaus am Kreiskrankenhaus Grevenbroich

Personen feiern Richtfest

Stoßen nach altem Zimmermannsbrauch aufs Richtfest an: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (2.v.l.), Bürgermeisterin Ursula Kwasny, Kreiskrankenhausausschussvorsitzender Dr. Christian Will (2.v.r.) und Krankenhausdirektor Hubert Retzsch (rechts).

Gesundheit |

Die Arbeiten am Ärztehaus in Grevenbroich - ein Millionenprojekt des Rhein-Kreises Neuss - gehen zügig voran. Knapp neun Monate nach dem ersten Spatenstich konnten Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, der Vorsitzende des Kreis­kranken­haus­ausschus­ses, Dr. Christian Will, und Kranken­haus­direktor Hubert Retzsch jetzt zum Richtfest begrüßen. Unter den Gästen war auch Bürgermeisterin Ursula Kwasny.

16,5 Millionen Euro investiert der Rhein-Kreis Neuss in die Errichtung des räumlich direkt an sein Krankenhaus angeschlossenen Ärztehauses. Im Herbst 2010 soll das Gebäude mit über 8 000 Quadratmetern seine Türen öffnen. "Mit dem Bau des Ärztehauses wird ein weiterer Baustein für ein leistungsstarkes Gesundheitszentrum geschaffen, das ambulante und stationäre Behandlungsmöglichkeiten verbindet", sagte Landrat Petrauschke. Das führe einerseits zu Kostenentlastungen, im Vordergrund stehe jedoch klar das Ziel, so Petrauschke, "den Menschen bei uns auch in Zukunft eine optimale medizinische Versorgung auf dem neuesten Stand der Technik zu bieten".

Mit Blick auf eine gute wohnortnahe medizinische Versorgung gestaltet der Rhein-Kreis Neuss die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen ambulanten und stationären Leistungserbringern aktiv mit. So hat der Krankenhausausschuss des Kreises unter dem Vorsitz von Dr. Will im Juni vorigen Jahres den Beschluss verabschiedet, das Neubauprojekt in Kooperation mit niedergelassenen Fachärzten zu verwirklichen. Das Hochbauamt des Rhein-Kreises Neuss hat federführend die architektonische Konzeption des Ärztehauses erarbeitet und leitet die bauliche Umsetzung. Mit Unterstützung der Stadt Grevenbroich konnte die Änderung des Bebauungsplanes zügig auf den Weg gebracht werden. Der Bauantrag wurde im November genehmigt.

Mit neun Praxen bzw. Praxisgemeinschaften sind bereits Vorverträge abgeschlossen worden, so dass für das Ärztehaus schon jetzt die Zahl von 25 dort künftig arbeitenden Fachärzten folgender Bereiche feststeht: Anästhesie, Augenheilkunde, Chirurgie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Orthopädie und Zahnmedizin. Darüber hinaus besteht noch weiteres Interesse bei zwei zusätzlichen Fachärzten (Augenheilkunde, Urologie) und von Apotheken, Fachgeschäften für Sanitätsbedarf, Optikern, Akustikern und Physiotherapeuten.

Träger des Kreiskrankenhauses - St. Elisabeth - Grevenbroich, ist seit 1960 der Rhein-Kreis Neuss, der auch Träger des Kreiskrankenhauses in Dormagen ist. Seit der Übernahme von der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul hat sich das Haus in Grevenbroich zu einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 356 stationären Betten entwickelt. Wichtige Schritte waren dabei die Einweihung des Bettenhaus-Neubaus im Jahr 1990, die Inbetriebnahme neuer OP-Abteilungen in den Jahren 1999 und 2000 sowie die 2003 abgeschlossene grundlegende Modernisierung der Stationen im Westtrakt.

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