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Petrauschke als Landrat vereidigt/Steinmetz wird allgemeiner Vertreter  

zwei lächelnde Personen geben sich die Hand

Jürgen Steinmetz (l.) und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke freuten sich über das klare Votum im Kreistag.

Verwaltung |

"Ich schwöre, dass ich das mir übertragene Amt nach bestem Wissen und Können verwalten, Verfassung und Gesetze befolgen und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe." – Mit diesen Worten legte der neue Landrat Hans-Jürgen Petrauschke seinen Amtseid in der konstituierenden Sitzung des Kreistages ab. Bei der Kommunalwahl im August hatten 57,4 Prozent der Wähler für den CDU-Kandidaten gestimmt, der damit die Nachfolge von Dieter Patt antritt.

In seiner Begrüßungsansprache vor dem neuen Kreistag unterstrich Petrauschke die Rolle der Kreisgemeinschaft: "Der Kreis und seine Städte und Gemeinden sind keine Konkurrenten. Wir bilden gemeinsam eine kommunale Familie, unser gemeinsamer Adressat sind die Bürgerinnen und Bürger (…) Uns verbindet mehr als die Kreisumlage – auch die Sorgen beispielsweise um die Menschen in unseren Städten und Gemeinden, die keine Arbeit haben oder deren Verlust droht; Sorgen um junge Menschen, die keinen Schulabschluss oder Ausbildung haben; Sorgen um eine immer älter werdende Gesellschaft, Sorgen um Menschen mit Behinderungen, die unserer besonderen Fürsorge bedürfen. Auch dafür geben wir viel Geld aus dem Kreishaushalt zurück an unsere Städte und Gemeinden."

In wichtigen Themenstellungen habe der Rhein-Kreis Neuss sich positioniert und Weichen für eine weitere erfolgreiche Zukunft der Heimat gestellt, so Petrauschke, der mit "Leidenschaft und Augenmaß" die Erfolgsgeschichte fortschreiben will. Mit Blick auf die Haushaltslage und den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise mahnte er: "Die finanzielle Situation wird uns zwingen, in jede Ecke zu gucken, in der wir sparen können. Aber sparen ist vielleicht das falsche Wort. Wir müssen sehen, dass wir wirtschaftlicher arbeiten."

Steinmetz wird Allgemeiner Vertreter

Einstimmig votierten die Kreistagsabgeordneten dafür, als Vertreter des Landrates keinen Kreisdirektor wie bisher zu wählen, sondern widerruflich einen Allgemeinen Vertreter aus  den Leitenden hauptamtlichen Beamten des Kreises zu bestellen. Ebenfalls einstimmig bei neun Enthaltungen entschied sich der Kreistag für Kreisdezernent Jürgen Steinmetz. Die Bestellung Steinmetz zum allgemeinen Vertreter bedarf jedoch noch der Bestätigung durch die Bezirksregierung Düsseldorf. "Ich freue mich auf die neue Herausforderung, das ist ein toller Vertrauensbeweis", sagte Steinmetz. Der 41-jährige Diplom-Verwaltungswirt ist in der Kreisverwaltung Dezernent für die Bereiche Wirtschaft, Europa, Sport und Soziales. Daneben ist er Dozent an der TÜV-Akademie Rheinland und Lehrbeauftragter an der Fachhochschule des Mittelstandes. Ehrenamtlich engagiert er sich als Hauptgeschäftsführer bei der SVG Weissenberg, einem Sportverein mit 700 Mitgliedern. Steinmetz lebt mit seiner Ehefrau in Kaarst.

Des Weiteren stand auf der Tagesordnung auch die Wahl der stellvertretenden Landräte an. Künftig wird es drei statt bisher zwei stellvertretende Landräte geben. Auf Antrag der CDU wurde die Entscheidung über die personelle Besetzung in die  nächste Kreistagssitzung am 18. November vertagt.

Dem neu gewählten Kreistag (74 Sitze) gehören 9 Parteien und Wählergruppen an: CDU (32), SPD (17), FDP (9), Bündnis90/Die Grünen (8), UWG (3), Linke (2), Zentrum (1), Die Aktive (1), pro NRW (1).

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