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Dekontaminationsanlage für Verletzte übergeben

mehrere Personen neben Rollband

Übergabe der mobilen Dekontaminationsanlage in Dormagen mit Staatssekretär Manfred Palmen (5.v.r.), Landrat Dieter Patt (3.v.r.), Ursel Meis (r.), Vorsitzende des Rettungsausschusses des Rhein-Kreises Neuss, und Bürgermeister Heinz Hilgers (2.v.r.)

Sicherheit |

Das Land Nordrhein-Westfalen hat spezielle Abrollbehälter zur Dekontamination von Verletzten, die mit chemischen Gefahrstoffen in Kontakt gekommen sind, beschafft. Der erste im Rheinland steht jetzt im Rhein-Kreis Neuss. Manfred Palmen, parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium NRW, hat den so genannten AB Dekon-V im Wert von 180.000 Euro in Dormagen an Landrat Dieter Patt und Bürgermeister Heinz Hilgers übergeben.

"Mit dem Rhein als Verkehrsweg, fünf Autobahnen, Eisenbahnknotenpunkten, bedeutenden Chemie-Anlagen und drei Flughäfen in der Nachbarschaft ist der Rhein-Kreis Neuss aus Sicht der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes ein besonderer Standort", betonte Landrat Patt. Die Sicherheit für die Bevölkerung ständig zu verbessern, sei daher ein erklärtes Ziel des Rhein-Kreises Neuss.

Und der Rhein-Kreis Neuss gehört nun zu den ersten fünf Kommunen landesweit, die einen AB Dekon-V erhalten haben. Stationiert ist der Container bei der Feuerwehr Dormagen. Zum Transport des Containers im mobilen Einsatz hat der Rhein-Kreis Neuss für rund 11.000 Euro ein Wechselladerfahrzeug beschafft, das der Feuerwehr Dormagen zur Verfügung gestellt wird. Ausgestattet ist der AB Dekon-V mit zwei Schnellaufbauzelten von je 40 Grundfläche, Warmluftheizung, eigenem Stromerzeuger, Material zu Dekontamination und zur Wundversorgung, Atemschutzmasken und Ersatzkleidung sowie Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte.

Durch die Dekontamination vor Ort wird erreicht, dass die Einwirkzeit der Gefahrstoffe auf den menschlichen Körper reduziert und somit eine gesundheitliche Schädigung des Betroffenen minimiert wird. Außerdem soll eine Verschleppung der Kontamination und damit eine Gefährdung des rettungsdienstlichen Personals und der Mitarbeiter in den Krankenhäusern verhindert werden.

Dekontamination wird im Rhein-Kreis Neuss von 57 Kräften der Feuerwehren aus Dormagen, Kaarst, Korschenbroich und Meerbusch sowie von Angehörigen der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Malteser Hilfsdienstes durchgeführt. Die überörtlich einsetzbare Einheit kann bis zu 50 Personen pro Stunde von einer Kontamination mit Gefahrstoffen befreien und anschließend an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben.

Der Rhein-Kreis Neuss ist für die allgemeine Gefahrenabwehr im Kreisgebiet zuständig. Sie umfasst die Bereiche Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz sowie die Bewältigung von Großschadensereignissen. Im Kreisgebiet leisten Feuerwehren und Rettungsdienste rund 60.000 Einsätze jährlich.

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