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77 bestätigte "Schweinegrippe"-Fälle im Rhein-Kreis Neuss

Schweinegrippe breitet sich weltweit aus

Gesundheit |

Die Zahl der bestätigten Fälle von "Schweinegrippe" (neue Influenza des Typs A/H1N1) ist im Rhein-Kreis Neuss weiter gestiegen. Sie hat sich auf 77 erhöht. Zurzeit hat das Kreisgesundheitsamt insgesamt zehn Quarantänemaßnahmen verhängt. Vier Erkrankungen sind jetzt auch in pädagogischen Einrichtungen im Stadtgebiet Neuss aufgetreten, so dass das Kreisgesundheitsamt vorübergehend den St. Quirin-Kindergarten und die offenen Ganztagsangebote der Münsterschule und der St.-Andreas-Schule geschlossen hat.

"Das Gesundheitsamt trifft in allen Fällen vorsorgliche Maßnahmen, um eine Weiterverbreitung der neuen Grippe einzudämmen", erläutert Kreisdezernent Jürgen Steinmetz, der sich auch für die von Anfang an gute Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern und Arztpraxen im Kreis bedankt. Mit der Wiederaufnahme des Betriebs in den geschlossenen Einrichtungen rechnet der Kreis für nächsten Donnerstag. Eltern von Kindern, die diese besuchen, können jederzeit aktuelle Informationen über die nach wie vor geschaltete Hotline unter der Rufnummer 02181 601-5312 erhalten. "Auch Ärzte und medizinische Einrichtungen im Kreisgebiet werden vom Gesundheitsamt laufend über die aktuelle Situation informiert", berichtet Steinmetz.

Die Influenza-Viren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Insbesondere beim Niesen oder Husten können Erreger auch auf Hände gelangen und dann durch direkten Kontakt oder zum Beispiel über die Hände weiter verbreitet werden. Die Symptome der neuen Grippe sind ähnlich wie bei der saisonalen Influenza, vor allem Fieber, Atemwegsbeschwerden und Kopf- und Gliederschmerzen, oft begleitet auch durch Schüttelfrost. Die Inkubationszeit beträgt bis zu sieben Tage. Erwachsenen können dann über maximal weitere sieben Tage das Virus übertragen. Kinder sind sogar bis zu zehn Tagen infektiös.

Patienten mit solchen Symptomen sollten den Hausarzt zunächst telefonisch kontaktieren, rät das Kreisgesundheitsamt. In der Praxis könnte das Virus durch Husten und Niesen weitergetragen werden und bereits durch andere Krankheiten geschwächte Patienten gefährden. Wichtig seien aber auch die persönlichen Hygienemaßnahmen.

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