Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Seniorenbetreuung und -beratung: Positive Bilanz im Rhein-Kreis Neuss

lächelnde Personengruppe

Der Stellvertretende Landrat Dr. Hans-Ulrich Klose (stehend, 3.v.r.), Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke (stehend, 2.v.r.) und Kreissozialdezernent Jürgen Steinmetz (stehend, 1.v.r.) beim Besuch im Mehrgenerationenhaus auf der südlichen Furth.

Soziales |

Das Mehrgenerationenhaus auf der südlichen Furth in Neuss ist seit seiner Eröffnung beliebter Treffpunkt und hält ein vielfältiges Angebot für alle Altersstufen bereit. Bei einem Besuch des Hauses zogen Dr. Hans-Ulrich Klose, Stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses des Rhein-Kreises Neuss, Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke und Kreissozialdezernent Jürgen Steinmetz jetzt eine positive Bilanz der Seniorenbetreuung und Seniorenberatung im Rhein-Kreis Neuss. Im Gepäck hatten sie dabei einen Bewilligungsbescheid von rund 45.000 Euro für den Seniorenberatungsdienst des Diakonischen Werkes, das auch Träger des Mehrgenerationenhauses ist.

Dr. Klose betonte, dass die Begegnungsstätte der Diakonie ein gutes Beispiel für das generationenübergreifende Denken in der heutigen Seniorenbetreuung sei. "Im Rhein-Kreis Neuss kümmern wir uns schon seit vielen Jahren um unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Mit dem ‚Silbernen Plan’ wird schon seit den 70-er Jahren regelmäßig der Bedarf an Einrichtungen für ältere Menschen ermittelt. In jüngerer Zeit wurden auch besonders neue Wohnformen für Senioren untersucht", so Klose.

"Machte vor gut 20 Jahren noch das Schlagwort vom ‚Bettennotstand’ die Runde, hat sich die Zahl der Heimplätze im Rhein-Kreis Neuss seither verdoppelt. Wir haben bei uns heute eine hundertprozentige Bedarfdeckung", erläuterte Kreisdirektor Petrauschke die aktuelle Versorgungssituation. So halten im Rhein-Kreis Neuss zurzeit 35 Altenpflegeheime 3.134 stationäre Plätze und 48 Tagespflegeplätze vor. Zusammen verfügen die Heime über fast 1.100 Vollzeitstellen in der Pflege, wovon knapp 60 Prozent mit Fachkräften besetzt sind. Bei der Überprüfung der Pflegequalität ist der Rhein-Kreis Neuss Vorreiter in Deutschland. "Bereits seit 1997 erfolgen alle Überprüfungen durch die Heimaufsicht des Kreises unangemeldet, also lange bevor der Gesetzgeber das verbindlich so vorgeschrieben hat", sagte Dr. Klose. Wie Sozialdezernent Steinmetz herausstellte, ist die Zahl der Beanstandungen im Rhein-Kreis Neuss gering. Die meisten Mängel könnten auch schnell abstellt werden.

Die stationäre Betreuung im Alter ist jedoch nur ein Teil von vielen Unterstützungsangeboten für ältere Menschen. Hier den Überblick zu behalten, ist für die Senioren und ihre Angehörigen nicht einfach. Dafür gibt es im Rhein-Kreis Neuss eine weitere wegweisende Einrichtung: die flächendeckende und trägerübergreifende Seniorenberatung mit 14 Beratern kreisweit. Dabei handelt es um ein Angebot des Rhein-Kreises Neuss und der Verbände der freien Wohlfahrtspflege. Die Seniorenberatung der Wohlfahrtsverbände fördert der Rhein-Kreis Neuss jährlich mit 360.000 Euro.

Der schnellste Weg zu einer umfassenden und qualifizierten Beratung führt über die Beratungshotline 01805 555210 (montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr).

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.