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Landrat Patt gratuliert neuem EU-Parlamentspräsidenten Buzek

zwei Personen unterhalten sich

Landrat Dieter Patt (rechts) im Gespräch mit Jerzy Buzek beim Energiekongress in Kattowitz im April 2009.

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Der ehemalige polnische Regierungschef Jerzy Buzek ist der neue Präsident des Europaparlaments. Der 69-jährige Politiker von der rechtsliberalen Bürgerplattform erreichte bei der Wahl des EU-Parlamentspräsidenten 555 von 736 Stimmen und ist damit Nachfolger des deutschen Christdemokraten Hans-Gerd Pöttering.

Unter den Gratulanten ist auch Landrat Dieter Patt, der freundschaftlich mit Buzek verbunden ist. "Wir freuen uns mit Ihnen über das überwältigend klare Votum des EU-Parlaments, das bereits im ersten Wahlgang mit der absoluten Mehrheit sein großes Vertrauen in Ihre Person, Ihre Fähigkeiten und Ihre Weitsicht bestätigt hat. (...) Dass mit Ihnen erstmals ein Pole und Osteuropäer an die Spitze des EU-Parlaments gewählt wurde, ist von historischer Bedeutung und freut mich aufgrund unseres großen und langjährigen Europa-Engagements im Rhein-Kreis Neuss und unserer engen Beziehungen zu unserem Nachbarland Polen ganz besonders", so Patt in seinem Glückwunschschreiben.

Der neue EU-Parlamentspräsident war von 1997 bis 2001 Ministerpräsident in Polen. Dem EU-Parlament gehört er seit 2004 an, dem Jahr, in dem sein Land der EU beitrat. Der ausgebildete Ingenieur schloss sich 1980 der oppositionellen Gewerkschaft Solidarnoœæ an.

Patt und Buzek waren zuletzt im Mai bei den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des Kreises Mikolów, dem polnischen Partnerkreis des Rhein-Kreises Neuss, zusammengekommen. Bei der Festveranstaltung beschrieb Buzek nicht nur die Bedeutung der Kreise im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung, sondern erinnerte auch an die große Energiekonferenz in Kattowitz, auf der Patt unter anderem den lokalen Energiepakt des Rhein-Kreises Neuss vorgestellt hatte.

Die Konferenz mit dem Titel "European Economic Congress" hatte im April unter der Schirmherrschaft von Buzek mehr als 3.000 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der schlesischen Hauptstadt zusammengeführt, um drängende Probleme zu erörtern. Im Vortrag von Landrat Patt ging es auch um die Bedeutung der europäischen Klimaschutz-Vorgaben aus Sicht der kommunalen Ebene. Prof. Dr. Harald Bolt vom Forschungszentrum Jülich hat in Kattowitz unter der Überschrift "Innovation für den Klimaschutz" über aktuelle Beiträge aus NRW und die Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss referiert. Die Perspektive der Energiewirtschaft und die internationale Zusammenarbeit – besonders mit Polen – war u. a. Thema von RWE.

Jerzy Buzek hatte bei dem Kongress in Schlesien noch einmal deutlich gemacht, dass eine sichere, zugleich aber auch umweltfreundliche Energieversorgung das zentrale Zukunftsthema ist. Dies ist auch ein Ziel des von Landrat Patt initiierten Lokalen Energiepakts Rhein-Kreis Neuss. "Wir möchten dabei zukünftig noch stärker mit unseren Partnern in Polen zusammenarbeiten", so Patt jetzt gegenüber Buzek, der seine Unterstützung – auch in Brüssel – zugesagt hat. In seinem Schreiben an den neuen EU-Parlamentspräsidenten informiert Patt auch darüber, dass er entsprechend den Ergebnissen von Kattowitz die Gespräche mit dem Forschungszentrum Jülich fortsetzt.

Für Anfang Oktober ist im Rhein-Kreis Neuss das nächste deutsch-polnische Energiegespräch geplant. Dann finden auch die Feierlichkeiten zum 15. Partnerschaftsjubiläum mit dem Kreis Mikolów statt. Erwartet werden neben Landrat Henryk Jaroszek aus Mikolów u. a. der Europa-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz, Marschall Boguslaw Smigielski und Prof. Harald Bolt vom Forschungszentrum Jülich. Landrat Patt hat dazu schon in Kattowitz auch den neuen EU-Parlamentspräsidenten Buzek eingeladen.

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