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Migranten-Stipendium des Rhein-Kreis Neuss

3 Personen

Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke (links) und Stephan Ingenhoven, stellv. Landrat des Rhein-Kreises Neuss und Vorsitzender des Schulausschusses, mit Svetlana Chernyshova, die das zum ersten Mal ausgeschriebene Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss erhält.

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Das zum ersten Mal ausgeschriebene Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss geht an Svetlana Chernyshova, die sich unter 11 Mitbewerbern durchsetzen konnte. "Von sehr guten Bewerbern war sie die Beste. Darüber war sich die Auswahlkommission einig", so Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, der gemeinsam mit Stephan Ingenhoven, stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Kreis-Schulausschusses, Willi Breuer, Schulleiter der Gesamtschule an der Erft, und Dr. Johannes Hamacher, Leiter des Quirinus-Gymnasiums, in der Jury mitwirkte. Die Anforderungen an die Bewerber waren hoch: Sie sollten nicht nur ein überdurchschnittliches Abitur sondern besonders auch soziales Engagement vorweisen können. Und als Kinder und Jugendliche ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen mussten sie schulbegleitend das Projekts "Migrantenförderung an der Schulform Gymnasium im Rhein-Kreis Neuss" absolviert haben. "Unsere Stipendiaten sollen Vorbild-Charakter für junge Menschen haben, die durch Bildung in unsere Gesellschaft Fuß fassen wollen", erklärte Kreisschuldezernent Tilmann Lonnes.

Svetlana Chernyshova kam 2001 mit ihrer Familie aus Moskau in den Rhein-Kreis Neuss ohne ein Wort deutsch zu können. Zwei Jahre lang absolvierte sie als Schülerin des Quirinus-Gymnasiums in Neuss das Projekt "Migrantenförderung im Rhein-Kreis Neuss". "Mit großem Erfolg", wie Schulleiter Dr. Hamacher feststellte. "Sie hat mit einem Notendurchschnitt von 1,2 das drittbeste Abitur an unserer Schule abgelegt und ist in jeder Hinsicht eine Ausnahme-Schülerin, die sich auch sehr für andere Kinder mit Migrationshintergrund engagiert hat." Für die frischgebackene Abiturientin bedeutet das Stipendium des Rhein-Kreises Neuss finanzielle Unterstützung während des Studiums in Höhe von 3.600 Euro jährlich. Der Förderzeitraum beträgt höchstens zwölf Semester. Über ihre Studienwahl hat die Neunzehnjährige noch nicht entschieden. In Frage kommen Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften und Psychologie.

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