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Rhein-Kreis Neuss startet 1. Investitionsprogramm: 5 Millionen Euro für Schulen

Portrait-Foto Dieter Patt

Landrat Dieter Patt a.D.

Wirtschaft |

Von den Zuweisungen im Rahmen des Konjunkturpakets II fließen an den Rhein-Kreis Neuss und seine acht Städte und Gemeinden insgesamt rund 44 Millionen Euro. 7,1 Millionen Euro gehen direkt an den Kreis. Eine von Landrat Dieter Patt eingesetzte Arbeitsgruppe mit Kreiskämmerer Ingolf Graul an der Spitze hat mögliche Investitionen geprüft. Jetzt startet der Rhein-Kreis Neuss mit den Sommerferien ein Schulsanierungsprogramm in Höhe von rund 5 Millionen Euro.

"Bei der Umsetzung des Konjunkturpakets II nehmen die Kommunen eine Schlüsselrolle ein. Der Rhein-Kreis Neuss und seine Städte und Gemeinden haben zügig an der Vorbereitung gearbeitet, um Arbeitsplätze zu sichern und Impulse zur Belebung der heimischen Wirtschaft zu geben", so Landrat Dieter Patt, der in seiner Verwaltung bereits frühzeitig den Handlungsrahmen für beschleunigte Investitionen geschaffen hat. So sind in der Kreisverwaltung freihändige Vergaben bis 100 000 Euro möglich und beschränkte Ausschreibungen bis zu einer Höhe von 1 Millionen Euro. Patt: "Damit besteht die Chance, Aufträge unkompliziert und schnell in der Region zu vergeben." Davon profitiere besonders das heimische Handwerk und der Mittelstand.

Für die erste Investitionsstaffel des Kreises kommen 4 982 878 Euro aus dem staatlichen Konjunkturpaket. Die Mittel fließen in Baumaßnahmen an den vier Berufsbildungszentren (BBZ) des Kreises und an vier Förderschulen in seiner Trägerschaft. Schwerpunkt der Arbeiten sind energietechnische Baumaßnahmen.

Größtes Einzelprojekt mit 2 675 000 Euro ist das Berufsbildungszentrum Grevenbroich, in dem zum Teil Fensteranlagen und Dachbereiche erneuert werden und das zwei komplett neue Heizzentralen erhält. Die alten Öl- und Gasanlagen werden gegen umweltfreundliche Pelletsysteme ausgetauscht. Das BBZ Dormagen erhält eine Außenfluchttreppe, im BBZ Weingartstraße (Neuss) wird im Altbaubereich das Heizrohrnetz erneuert und Holzfenster werden ausgetauscht. Am BBZ Hammfeld (Neuss) ist eine teilweise Fassadensanierung und die Installation von Sonnenschutz vorgesehen.

Bei den Förderschulen werden an der Schule am Nordpark (Neuss-Nord) Glasscheiben ausgetauscht, die Mosaik-Schule (Grevenbroich-Hemmerden) bekommt ein neues Lüftungssystem für ihr Schwimmbad und zum Teil eine neue Fassadendämmung. Auch in der Michael-Ende-Schule (Neuss-Reuschenberg) wird die Fassadendämmung überarbeitet; zudem werden hier Türen, Fenster und Dach teilweise modernisiert. Die Fensteranlagen der Sebastianus-Schule (Kaarst-Holzbüttgen) sind ebenfalls Bestandteil des Maßnahmenkatalogs.

Ein zweites Sanierungsprogramm hat der Rhein-Kreis Neuss schon geplant: Je 500 000 Euro werden zusätzlich zu den 7 118 594 Euro, die der Kreis vom Land erhält, in die Modernisierung der Telekommunikation der beiden Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich fließen. Insgesamt wird der Rhein-Kreis Neuss im Rahmen des Konjunkturpakets II also 8,1 Millionen Euro investieren.

Verwendung und Umsetzung der Förderinvestitionen im Rahmen des Konjunkturpaktes II waren bereits Thema einer Konferenz, zu der der Rhein-Kreis Neuss im März seine Städte und Gemeinden, Vertreter der Unternehmerschaft Niederrhein, des Handwerks, der IHK, der Arbeitsverwaltung und des Deutschen Gewerkschaftsbundes NRW eingeladen hatte.

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