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Mit einer Harninkontinenz muss sich niemand abfinden

Gesundheit |

Rund vier Millionen Menschen in Deutschland werden offiziell wegen einer Harninkontinenz medizinisch betreut. Die tatsächliche Zahl der Betroffenen dürfte aber wesentlich höher sein – die meisten von ihnen leiden still, weil sie nicht darüber zu sprechen wagen. Experten gehen davon aus, dass nur vier von zehn Betroffenen tatsächlich zum Arzt gehen. Harninkontinenz – unfreiwilliger Urinverlust – ist den meisten Betroffenen so peinlich, dass sie sich mit Notlösungen versorgen.

Inkontinenz kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten, nimmt aber mit dem Fortschreiten der Lebensjahre zu. Ursächlich dafür ist beispielsweise, dass der ältere Mensch aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität oft nicht in der Lage ist, rechtzeitig die Toilette aufzusuchen. Auch Medikamente können die Inkontinenzsituation verstärken. Blase, Gebärmutter, Prostata verändern sich und die Menge an Nebenerkrankungen nimmt zu. Eine wesentliche Ursache liegt in der Schwäche des Beckenbodens bzw. in Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur.

Auch im Alter ist eine Therapie möglich

Mit einer Harninkontinenz muss sich niemand abfinden – es gibt eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, mit denen das Leiden geheilt oder zumindest deutlich gebessert werden kann. Das Kreiskrankenhaus Grevenbroich bietet für Patienten mit einer möglichen oder bestehenden Harninkontinenz eine spezielle Blasensprechstunde in der Gynäkologischen Klinik an. Ebenso werden Betroffenen in der Chirurgischen Klinik Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten bei Stuhlinkontinenz angeboten.

Tagung für Fachpersonal

Zum Thema Harninkontinenz im Alter findet am 27. Juni im Kreiskrankenhaus Grevenbroich auch ein Pflegesymposium speziell für Fachpersonal statt. Ein Team aus Oberärzten, Physiotherapeuten und Krankenschwestern beleuchtet die besonderen Aspekte der pflegerischen Versorgung, physiotherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten und gynäkologisch-operativen Verfahren wie auch der medikamentösen Therapieansätze. Ziel ist es, Betroffene bzw. deren Angehörige kompetent anzuleiten und beraten zu können.

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