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Ausbau ambulanter erzieherischer Hilfen im Rhein-Kreis Neuss

Soziales |

Schon seit 1998 arbeiten der Caritas-Verband des Rhein-Kreises Neuss und das Diakonische Werk des Rhein-Kreises Neuss mit dem Kreisjugendamt Neuss für den Bereich sozialpädagogischer Familienhilfe auf der Grundlage einer Vereinbarung erfolgreich und intensiv zusammen und dies, noch bevor der Gesetzgeber die sozialpädagogische Familienhilfe als Hilfe zur Erziehung ins Gesetz aufgenommen hatte. Schnee von gestern könnte man glauben, doch weit gefehlt. Die sozialpädagogische Familienhilfe ist als besonders intensives Hilfsinstrument in Familien mit Problemen heute mehr denn je gefragt. Sie ist ein wesentliches Standbein des Frühwarnsystems im Rhein-Kreis Neuss, steht hier für eine passgenaue Unterstützungsleistung in Krisen, aber auch gerade zur Vermeidung von Krisen in Familie und Erziehung.

Heute, mehr als 20 Jahre später, sind sich die Fachleute nicht nur im Rhein-Kreis Neuss darüber einig, dass der Ausbau der ambulanten erzieherischen Hilfen einen wichtigen Faktor innerhalb des Frühwarnsystems darstellt und als individuell eingerichtete früh einsetzende Hilfe familienfreundlich ist. Im Bereich des Kreisjugendamtes hat sich die Zahl der ambulanten Hilfen im Verlauf der vergangenen Jahre mehr als verdreifacht. Gleichzeitig konnte das Jugendamt einen Rückgang im Bereich der Heimerziehung erreichen. Aktuell stehen 23 Fällen von Heimerziehung mehr als 80 Fälle ambulanter Hilfen zur Erziehung gegenüber.

Der Jugendhilfeausschuss hat den Ausbau der ambulanten Hilfen unterstützt und damit diese besonders positive Entwicklung, frühzeitig begleitet und eingeleitet. "Verlässliche Partner wie der Caritas-Verband und das Diakonische Werk mit ihrem hohen fachlichen Anspruch sind in einer solchen Kooperation unverzichtbar", betont Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke. Mit Unterzeichnung der "neuen Vereinbarung" wird das Kontingent für die ambulanten sozialpädagogischen Hilfen auf 200 Wochenstunden verdoppelt. Das Team soll künftig dann aus bis zu acht Mitarbeiterinnen bestehen. Seitens des Kreisjugendamtes wird die Sozialpädagogin und Familientherapeutin, Ulrike Gerhards, die Koordination und Fachberatung übernehmen. "Der Ausbau der ambulanten erzieherischen Hilfen ist ein weiterer Baustein im Hinblick auf die Ausweitung familienfreundlicher Strukturen im Rhein-Kreis Neuss", macht Petrauschke deutlich.

Das Kreisjugendamt ist zuständig für die Kommunen Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen.

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