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Krankenhausdirektor Hubert Retzsch feiert seltenes Jubiläum

Personengruppe

Gratulierten Hubert Retzsch (Mitte) zum seltenen 50jährigen Dienstjubiläum: (v.l.n.r.) Krankenhausdezernent Ingolf Graul, Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, Dr. Christoph Winter, Dr. Christian Will.

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Im Rahmen einer Feierstunde im Kreiskrankenhaus in Grevenbroich gratulierten Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke und zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen Krankenhausdirektor Hubert Retzsch zu einem nicht alltäglichen Jubiläum: 50 Jahre Tätigkeit im Öffentlichen Dienst. Rund vier Jahrzehnte davon stand der Verwaltungschef der Krankenhäuser Dormagen und Grevenbroich in den Diensten des Rhein-Kreises Neuss als Träger der beiden Kliniken.

Im Alter von 14 Jahren begann der am 1. März 1945 in Übigau im Kreis Herzberg - heute Land Brandenburg – geborene Jubilar eine Verwaltungslehre beim Bergamt in Betzdorf/Sieg. Über eine Zwischenstation bei der Kreisverwaltung Erkelenz kam er am 1. April 1970 zum ehemaligen Landkreis Grevenbroich. Damit begann der Teil seiner Laufbahn, der Retzsch bis an die Spitze der beiden Krankenhäuser des heutigen Rhein-Kreises Neuss mit rund 1.400 Beschäftigten führte. Am 1. April 2003 trat er die Nachfolge seines Vorgängers Franz Weyers als Krankenhausdirektor an.

"Unsere beiden Krankenhäuser sind heute zukunftsorientierte Vorzeigeobjekte des Rhein-Kreises Neuss", dankte Kreisdirektor Petrauschke Retzsch für sein großes Engagement über Jahrzehnte hinweg. "Vielleicht", so Petrauschke weiter, "war Ihre seemännische Vorbildung beim Marine-Wehrdienst ja hilfreich dabei, als ‚Kapitän’ unserer Kreiskrankenhäuser auch ‚in stürmischer See’ zu bestehen. Ganz sicher beigetragen hat dazu, dass Sie Probleme nicht nur präzise analysiert, sondern der Politik und der Kreisverwaltung immer auch sehr gute Lösungsvorschläge präsentiert haben."  Auch der Vorsitzende des Krankenhausausschusses Dr. Christian Will attestierte dem Jubilar "den Krankenhausumbruch in den vergangenen Jahren volltrefflich in beiden Krankenhäusern umgesetzt zu haben". Elke Stirken brachte als Vorsitzende die glückwünsche des Gesamtpersonalrates. Auf so viel Lob angesprochen, erwiderte Retzsch bescheiden: "Ich glaube, wir haben einiges richtig gemacht."

In seiner Amtszeit als Krankenhausdirektor hat Hubert Retzsch insbesondere die Zusammenarbeit der beiden Kreiskrankenhäuser intensiviert. Auf der Ebene der Betriebsleitungen wird heute gemeinsam über die Entwicklungen in beiden Häusern beraten. Die Zusammenlegung der Verwaltung ermöglichte eine effizientere Aufgabenerledigung. Zur Verbesserung einzelner Abläufe wurden die Aufgaben des Patientenmanagements und des Qualitätsmanagements gebündelt sowie in beiden Häusern das so genannte Case-Management eingeführt. Die Krankenhausapotheken wurden zusammengelegt und in Dormagen als Logistikzentrum ausgebaut. Die Krankenpflegeschulen der beiden Kreiskrankenhäuser kooperieren erfolgreich mit dem Lukaskrankenhaus in Neuss.

Der Ausbau der Kreiskrankenhäuser zu modernen, leistungsstarken Gesundheitszentren unter seiner Federführung ist auch nach außen erkennbar. Im Krankenhaus Grevenbroich konnte in der ehemaligen Krankenpflegeschule eine Neurologische Praxisgemeinschaft angesiedelt werden. Ein neues Radiologienzentrum wird bereits gemeinsam mit einer niedergelassenen Radiologiepraxis betrieben, und im Februar ist mit dem 1. Spatenstich der Startschuss zum Bau des angrenzenden Ärztehauses gefallen.

Auch im Krankenhaus Dormagen sind entsprechende Projekte in Angriff genommen worden. Ein neues Radiologiezentrum, ebenfalls mit einer niedergelassenen Praxis, befindet sich derzeit im Umbau. Bereits vorab wurde eine wesentliche Verbesserung in der Patientenversorgung durch die Anschaffung eines 64-Zeilen CTs, eines digitalen Mammographiegerätes und eines C-Bogens erreicht. Der Neubau eines Ärztehauses ist auch am Kreiskrankenhaus Dormagen in Vorbereitung.

Die Gründung der Servicegesellschaft Rhein-Kreis Neuss, die Reinigungs- und Serviceleistungen für die Kreiskrankenhäuser und andere Kreiseinrichtungen erbringt, sowie der Geräteträgergesellschaft für die Radiologie tragen ebenfalls Retzschs Handschrift. Beiden Gesellschaften steht er auch als Geschäftsführer vor.

Hubert Retzschs Kompetenz ist auch in zahlreichen Gremien der Krankenhausgesellschaft NRW, des Landkreistages sowie des Kommunalen Arbeitgeberverbandes gefragt. Seine Nachfolge als Krankenhausdirektor des Rhein-Kreises Neuss wird Dr. Christoph Winter (43) antreten, der sich seit einigen Wochen in das neue Aufgabengebiet einarbeitet.

In seiner Freizeit bewirtschaftet der Jubilar seinen zwei Morgen großen Garten, betätigt sich als Hobby-Imker und kümmert sich, wann immer sich die Gelegenheit ergibt, um seinen 19 Monate alten Enkel.

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