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Gegen Mief in den Klassenräumen

Erwachsene und Kinder in einem Klassenraum

Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke (links), Schulleiterin Dorothea Braeuer-Lustenberger und Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky stellten die Aktion "Bessere Luft - besser lernen" vor.

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Wie man mit einer kleinen Maßnahme ein besseres Lernumfeld in Schulklassen erzeugen kann, stellten Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke und Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky beispielhaft in der St. Peter Grundschule in Neuss-Rosellen vor.

Im Mittelpunkt der Aktion des Kreisgesundheitsamtes stehen so genannte Lüftungsampeln, die in etwa die Größe eines Rauchmelders haben und in der Lage sind, die Kohlendioxidkonzentration in Klassenräumen kontinuierlich zu messen. Beim Überschreiten eines Wertes von 1 500 ppm schlägt die Ampel von grün nach gelb, bei Werten über 3 000 ppm nach rot um, begleitet von einem akustischen Warnsignal. So können die Lehrer und Schüler sehr schnell erkennen, wann die Luft im Raum "verbraucht" ist. . "Eine gute Raumluft ist eine wichtige Voraussetzung für gutes Lernen", betonte Petrauschke beim Pressegespräch. Für die Aktion hat das Kreisgesundheitsamt insgesamt fünf angeschafft, die von Schulen im Kreisgebiet ausgeliehen werden können.

Gesundheitsaufseherin Gisela Völker stellt bei ihren regelmäßigen Schulbegehungen die  Lüftungsampeln vor und ist bisher wie in der Neusser Grundschule auf großes Interesse gestoßen. "In der Regel bleiben die Lüftungsampeln drei bis vier Wochen in den Schulen. Die Schüler finden es spannend, wie sich die Kohlendioxidkonzentration während des Unterrichts entwickelt. Es führt nicht selten zu Erstaunen, dass bereits nach zwanzig Minuten der erste Wert von 1 500 ppm überschritten wird", erläuterte Gesundheitsdezernent Mankowsky.

Die Erkenntnis ist zwar nicht neu, dass es bei erhöhten Kohlendioxidkonzentrationen zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und bei empfindlichen Menschen sogar zu Kopfschmerzen kommt. "Dennoch wird oft zu spät und falsch gelüftet", sagte Petrauschke. Die Dauerhafte Kippstellung der Fenster bewirke selbst nach einer halben Stunde keine nennenswerte Verbesserung der Raumluft. Dies bestätigt auch Schulleiterin Dorothea Braeuer-Lustenberger: "Durch Versuche konnten die Schüler mit Hilfe der Lüftungsampeln herausfinden, dass die Stoßlüftung die effizienteste Möglichkeit ist, die Raumluft zu verbessern. Mit der Aktion haben wir die Lehrer und Schüler für das Thema sensibilisiert und das regelmäßige Stoßlüften wird inzwischen jetzt zum Tagesablauf in unseren Klassen."

Auch Reiner Hahn vom Schulverwaltungsamt der Stadt Neuss ist von der Aktion überzeugt und sieht sogar noch einen weiteren positiven Effekt: "Es ist nicht nur effektiver sondern auch energiesparender Fenster für ein paar Minuten ganz zu öffnen, anstatt sie permanent auf Kipp stehen zu lassen."

Die handlichen Lüftungsampeln können von Schulen kostenlos beim Leiter der Abteilung Umwelthygiene, Siegfried Hauswirth angefordert werden.

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