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"Fiese Falle" – Seminare in Schulen gegen Suchtverhalten

fünf Personen halten ein Plakat

Ortstermin im Rahmen der Kampagne "Fiese Falle" in der Realschule Osterath (von links nach rechts): Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky, Thomas Wagemann, Landesverband der BKK NRW, Michael Weege, Caritasverband Rhein-Kreis Neuss, Isabell Drescher, Deutsche Gesellschaft für Nikotinprävention und Burkhard Wahner, Schulleiter.

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Das Einstiegsalter für das Rauchen sinkt seit Jahren. Immer mehr Jugendliche werden wegen gefährlichen Alkoholkonsums in Krankenhäusern behandelt. Auch andere Suchtmittel wie Medikamente und illegale Drogen werden verstärkt konsumiert. Hinzu kommen Suchtverhaltensweisen wie Computerspiel, Glücksspiel oder Essstörungen. Mit Unterstützung des BKK Bundesverbandes und des BKK Landesverbandes NRW führten das Kreisgesundheitsamt, der Caritasverband und die Deutsche Gesellschaft für Nikotinprävention e.V. daher jetzt spezielle Seminare an der Realschule in Osterath und vier weiteren Schulen durch. Die Schüler sollen befähigt werden, bereits zur ersten Zigarette "Nein!" zu sagen.

"Fiese Falle!" heißt die bundesweite Kampagne. Schirmherrin ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing. In Osterath nahmen Fünftklässler der Realschule am Seminar teil. "Rauchen ist nicht cool und verursacht ein Leeregefühl", auch das sind zentrale Botschaften, erläutert Karsten Mankowsky, Gesundheitsdezernent des Rhein-Kreises Neuss.

Die Seminare sind Teil eines kommunalen Suchtpräventionsprojektes, das der Rhein-Kreis Neuss  in Kooperation mit dem Caritasverband Neuss und der Kreispolizeibehörde umsetzt. Derzeit beteiligen sich sechs Schulen an dem Projekt: Die Realschule Osterath, das Georg-Büchner Gymnasium in Kaarst, das Gymnasium Norf, das Pascal-Gymnasium in Grevenbroich, die Hermann-Gmeiner-Hauptschule in Dormagen sowie das Berufskolleg Marienhaus in Neuss.  Damit es nicht bei einzelnen Aktionen bleibt, ist das Ziel des Projektes, "für jede Schule eine individuelle Strategie zur Suchtprävention umzusetzen und einen passgenauen Hilfs- und Handlungsleitfaden zum Umgang mit Suchtverhalten zu erarbeiten" so Michael Weege, Projektkoordinator beim Caritasverband. Zum Projekt gehören auch  Lehrerfortbildungen. Im März wird die erste Fortbildung zum Thema Essstörungen stattfinden.

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